Ein Forscherteam aus Spanien hat einen bedeutenden Durchbruch in der Alzheimer-Diagnostik erzielt. Laut aktuellen Studienergebnissen lässt sich das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, künftig mit einem einfachen Bluttest feststellen – lange bevor erste Symptome auftreten.
Die Studie, die an mehreren medizinischen Einrichtungen in Spanien durchgeführt wurde, zeigt, dass bestimmte Biomarker im Blut Rückschlüsse auf frühe Veränderungen im Gehirn zulassen. Diese Veränderungen sind typisch für die Alzheimer-Krankheit und treten oft Jahre vor dem eigentlichen Ausbruch auf.
Früherkennung als Chance
Die neue Methode könnte die Früherkennung revolutionieren und den Weg für vorbeugende Maßnahmen ebnen. Bisher war die Diagnose meist erst im fortgeschrittenen Stadium möglich – häufig durch aufwendige und teure Bildgebungsverfahren wie MRT oder PET.
Mit dem neuen Testverfahren wird es nun möglich, potenzielle Patienten frühzeitig zu identifizieren und individuell zu betreuen. Die Forscher betonen, dass dies insbesondere für Risikogruppen – etwa Personen mit familiärer Vorbelastung – von großer Bedeutung ist.
Nächste Schritte
Der Bluttest befindet sich aktuell noch in der Validierungsphase, doch die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend. Die Wissenschaftler hoffen, dass die Methode schon in den nächsten Jahren klinisch einsetzbar sein wird – nicht nur in Spanien, sondern weltweit.
