Sprung in die Angst: 18 Verletzte bei dramatischer Evakuierung in Mallorca Ryanair-Maschine

Notfall am Rollfeld: Ryanair-Maschine in Palma muss evakuiert werden

Auf dem Flughafen von Palma de Mallorca kam es in der Nacht auf Freitag zu einem beunruhigenden Zwischenfall: Eine Passagiermaschine der Fluglinie Ryanair musste kurz vor dem Start evakuiert werden, nachdem ein Feueralarm ausgelöst worden war. Das Flugzeug befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Rollfeld, bereit zum Abflug in Richtung Mailand.

Nach Angaben des Flughafenbetreibers wurde gegen 00:36 Uhr ein automatischer Alarm aktiviert, der auf ein mögliches Feuer in einem der Triebwerke hinwies. Auch wenn sich später herausstellte, dass es sich um einen Fehlalarm handelte, griff die Crew umgehend ein und ordnete die Evakuierung der Maschine an.

Etwa 180 Menschen befanden sich zu diesem Zeitpunkt an Bord. Die Passagiere verließen das Flugzeug größtenteils über die Notrutschen – einige sprangen in Panik über die Tragflächen direkt auf das Rollfeld. Dabei kam es zu mehreren Verletzungen: Insgesamt mussten 18 Personen medizinisch behandelt werden, sechs von ihnen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Verletzungen reichten von leichten Prellungen bis hin zu Rauchvergiftungen und Schürfwunden. Vor allem das Springen aus großer Höhe ohne sichere Absprungvorrichtung führte zu teils schmerzhaften Stürzen.

Rettungskräfte, Feuerwehr und Flughafenpersonal waren innerhalb kürzester Zeit vor Ort. Durch das schnelle Eingreifen konnte Schlimmeres verhindert werden. Die übrigen Passagiere wurden am Morgen mit einer Ersatzmaschine weiter nach Mailand gebracht. Trotz des Vorfalls verlief der weitere Betrieb am Flughafen weitgehend störungsfrei.

Techniker prüfen derzeit die Ursache für die Fehlauslösung des Feueralarms. Laut ersten Einschätzungen handelte es sich um eine Fehlfunktion des Warnsystems. Sicherheits- und Luftfahrtbehörden haben eine Untersuchung eingeleitet.

Flugsicherheitsexperten wiesen darauf hin, dass bei Evakuierungen über die Tragflächen besondere Vorsicht geboten sei. Viele Maschinen dieser Bauart verfügen nicht über Notrutschen in diesem Bereich – ein Sprung aus zwei bis drei Metern Höhe kann entsprechend gefährlich sein. Dennoch wurde das besonnene Handeln der Crew ausdrücklich gelobt.

Einschätzung:
Was als routinierter Start geplant war, verwandelte sich in ein Chaos-Szenario: Panik führte zu unkoordinierten Evakuierungen, dabei entstanden zahlreiche Verletzungen. Ohne Tragflächen-Sicherheiten erwies sich der Sprung als riskant – trotz des schnellen Einsatzes der Rettungskräfte. Ryanair muss nun erklären, wie ein solcher Fehlalarm verhindert werden kann – und ob zusätzliche Sicherheitssysteme notwendig sind.

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