17 de Juni de 2025
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Tausende Ferienwohnungen in Spanien könnten im Juli verschwinden – digitales Mietregister überlastet

Der spanische Verband Fevitur warnt: 70 % der legalen Ferienunterkünfte konnten sich bislang nicht registrieren. Touristen erleben bereits Stornierungen und Buchungsprobleme vor dem Sommer

Redaktion Spanien Press Madrid, 16. Juni 2025

Spaniens beliebter Ferienwohnungsmarkt steht vor einem Kollaps. Ab dem 1. Juli droht Tausenden von legal betriebenen Ferienwohnungen das Aus – nicht wegen illegaler Praktiken, sondern weil das neue zentrale digitale Mietregister der Regierung nicht funktioniert.

Laut der spanischen Ferienwohnungs-Verbands Fevitur konnte sich bisher mehr als 70 % des bestehenden Angebots nicht erfolgreich registrieren. Die Plattform, die vom spanischen Staat verwaltet wird, ist technisch überfordert – mit schwerwiegenden Folgen für Vermieter und Urlauber gleichermaßen.

Viele merken es schon: Stornierungen und kaum verfügbare Unterkünfte

Immer mehr Urlauber berichten bereits von Stornierungen durch Gastgeber oder davon, dass in beliebten Regionen wie Andalusien, Katalonien, Valencia oder auf den Balearen kaum noch legale Ferienwohnungen auffindbar sind.

Grund dafür ist das neue staatliche Register für Kurzzeitvermietungen, das laut Gesetz ab dem 1. Juli verpflichtend ist – unabhängig davon, ob die Wohnung bereits bei den jeweiligen autonomen Regionen registriert ist.

Regierung will regulieren – doch System bricht zusammen

Ziel des Registers ist es, den Kurzzeitvermietungsmarkt in Spanien zu kontrollieren, Steuerhinterziehung zu bekämpfen und illegale Angebote zu unterbinden. Doch laut Kritikern wurde das System überhastet und ohne technische Vorbereitung eingeführt.

Das Ergebnis: ein digitales Chaos, in dem selbst rechtmäßig betriebene Wohnungen keine Zulassung erhalten, weil die Plattform bestehende regionale Genehmigungen nicht anerkennt oder Anträge unbearbeitet bleiben.

Wirtschaftlicher Schaden: 13,7 Milliarden Euro könnten verloren gehen

Fevitur warnt vor einem massiven wirtschaftlichen Schaden. Laut Schätzungen könnten 13,737 Milliarden Euro an Tourismuseinnahmen zwischen Juli und Dezember verloren gehen, sollte die aktuelle Situation anhalten.

Gleichzeitig warnt der Verband vor einer gefährlichen Entwicklung: Viele Vermieter könnten sich gezwungen sehen, ihre Wohnungen außerhalb des offiziellen Systems weiter anzubieten – ein Rückschritt, der den Schwarzmarkt und illegale Vermietung wieder wachsen lässt.

Sommer 2025: Spanien droht ein touristisches Chaos

Für viele europäische Urlauber ist Spanien das Sommerziel Nummer eins. Doch nun droht der Markt für Ferienwohnungen im Sommer 2025 aus dem Gleichgewicht zu geraten.

Fevitur fordert daher eine sofortige Moratorium, eine bessere Koordination mit den Regionen und eine technische Überarbeitung des Systems, um das Vertrauen von Touristen und Vermietern zurückzugewinnen.

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