5 de Mai de 2025
Lesezeit 1 Minute

Totales Chaos im spanischen Hochgeschwindigkeitsverkehr: Kabeldiebstahl legt 30 Züge lahm – über 10.000 Passagiere betroffen

Foto Yusuf Mansoor (Unsplash)

Madrid, 5. Mai 2025 – Spanien erlebte am Sonntag ein echtes Verkehrschaos. Mehr als 10.700 Fahrgäste und 30 Hochgeschwindigkeitszüge (AVE) waren stundenlang blockiert, nachdem an mehreren Stellen in der Provinz Toledo Kupferkabel gestohlen worden waren. Die Tat ereignete sich mitten in der Rückreisewelle nach dem langen Mai-Feiertagswochenende – mit dramatischen Folgen.

Betroffen war die Hochgeschwindigkeitslinie zwischen Madrid und Andalusien, eine der wichtigsten Bahnverbindungen des Landes. Der Kabeldiebstahl legte zentrale Sicherheits- und Signalsysteme lahm, was den Zugverkehr komplett zum Stillstand brachte. Zusätzlich kam es zu einem technischen Defekt an einem Zug des privaten Anbieters Iryo, wodurch weitere Züge ohne Strom im Nirgendwo stecken blieben.

Die Lage eskalierte in den Abendstunden: Fahrgäste saßen teils über Stunden fest, ohne verlässliche Informationen, bei Dunkelheit und mit wachsender Verzweiflung. In Madrid blieb der zentrale Bahnhof Atocha die ganze Nacht geöffnet, während Notfallzüge im Nahverkehr eingerichtet wurden, um gestrandete Passagiere aufzunehmen.

Gegen 2:30 Uhr nachts wurde der Verkehr nach und nach wieder aufgenommen, doch viele Züge kamen erst am frühen Morgen in Madrid an – mit teils mehr als vier Stunden Verspätung.

Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente sprach auf der Plattform X (ehemals Twitter) von einem „schweren Sabotageakt“. Laut ihm wurden an vier verschiedenen Punkten der Strecke gezielt Sicherheitssysteme gestohlen, was die Ermittlungen der Guardia Civil ausgelöst hat.

Auch die Politik reagierte prompt: Andalusienpräsident Juanma Moreno forderte „höchste Priorität für die Lösung der Krise“, während Madrids Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso von einem „internationalen Gesichtsverlust und täglichem Desaster“ sprach. Die Opposition wirft der Regierung vor, die Infrastruktur zu vernachlässigen.

Renfe kündigte an, dass die Verbindungen zwischen Madrid, Sevilla und Toledo am Montagmorgen um mindestens eine Stunde verschoben werden, um Reparaturen zu ermöglichen. Viele Passagiere erhielten erst in der Nacht Benachrichtigungen über ihre neue Abfahrtszeit.

Dieses Ereignis zeigt, wie anfällig das spanische Bahnnetz für Vandalismus ist – und wie schnell aus einem technischen Problem ein landesweites Verkehrschaos entstehen kann.


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