Nach der Massenkundgebung in London sorgt Abascals Rede über die Ausweisung von Millionen Migranten in Großbritannien für Aufsehen, geht viral und beginnt nun auch in Spanien Kreise zu ziehen. Zugleich rückt Vox näher an die neue Achse der europäischen Ultrarechten
Redaktion Spanien Press
Die Worte von Santiago Abascal über die Deportation von Millionen illegaler Migranten haben inzwischen internationale Dimension erreicht. Ein Video mit seinen Aussagen ist in Großbritannien viral gegangen, parallel zu einer Großdemonstration in London gegen illegale Migration. Dort hat die Botschaft von Vox Millionen von Aufrufen erzielt und die Partei mitten in den britischen Mediendiskurs katapultiert.
Zwischen Überraschung und Bestürzung
Auch in Spanien verbreitet sich das Video rasant – unter der Überraschung jener, die in Vox ein Spiegelbild der europäischen Rechten sehen, und der Bestürzung anderer, die den Vorstoß zur Massenausweisung als unvorstellbar empfinden.
Die virale Welle fällt in eine Phase der Neuausrichtung der europäischen Rechtsaußenparteien. Während früher ein klarer Anti-EU-Kurs dominierte, bildet sich nun eine gemeinsame Front gegen illegale Einwanderung und den Islam, die als unmittelbare Bedrohung für Identität und Lebensweise Europas dargestellt werden.
Zwischen Zustimmung und Ablehnung
Während ein Teil der Wählerschaft feiert, dass Vox „ausspricht, was niemand zu sagen wagt“, warnen andere vor den Gefahren sozialer Spaltung und internationaler Isolation, sollte ein solches Programm Realität werden.
Fest steht: Durch die Viralität des Videos in London hat die Migrationsdebatte in Spanien internationale Grenzen überschritten – und sie dürfte sich in den kommenden Monaten zu einem zentralen Thema der nationalen wie europäischen Politik entwickeln.
📹 El vídeo de Abascal proyectado en la manifestación antiinmigración de Londres se vuelve viral
El líder de Vox pidió la «deportación masiva» de los inmigrantes en situación irregular pic.twitter.com/wF13obSAWr
— El Debate (@eldebate_com) September 16, 2025
