Redaktion Spanien Press
Manches verändert sich, manches bleibt immer gleich.
In Spanien stand diese Woche erneut das Wetter im Mittelpunkt der Schlagzeilen.
Nach dem historischen Wolkenbruch auf Ibiza – ganze 254 Millimeter Regen innerhalb von 24 Stunden – rückte nun auch die Ostküste des Landes in den Fokus, als das Unwetter DANA Alice über die Region zog. Kurz vor dem ersten Jahrestag der verheerenden Überschwemmungen in Valencia kam es erneut zu sintflutartigen Regenfällen, überfluteten Straßen, Evakuierungen auf Campingplätzen und abgesagten Regionalfeiern. In Murcia wurde sogar ein kleiner Tornado gesichtet, während für Valencia und die Balearen weiterhin eine Unwetterwarnung der Stufe Orange gilt.
Auch an der Costa del Sol war die Woche ereignisreich – und tragisch. Am vergangenen Freitag wurde ein 25-jähriger Mann mitten am Tag in Puerto Banús erschossen. Bei dem Opfer handelt es sich um den schwedischen Rapper Hamza Karimi, der bereits zuvor mit Bandenkriminalität in Verbindung gebracht wurde. Alles deutet auf eine Abrechnung im Milieu hin.
Wenige Tage später wurde bekannt, dass ein Brite, der zwei schottische Gangster vor einer Bar in Fuengirola getötet haben soll, seine Auslieferung zu verhindern versuchte – mit der Begründung, seine Menschenrechte würden in einem spanischen Gefängnis verletzt. Die Richter blieben unbeeindruckt: Die Auslieferung wird bald vollzogen.
Doch es gab auch positive Nachrichten: In Málaga begrüßten Tierschutzorganisationen die Entscheidung der Stadt, Pferdekutschen im Stadtzentrum zu verbieten – eine Maßnahme, die hoffentlich bald auch in anderen andalusischen Städten umgesetzt wird.
Politisch sorgte in Andalusien ein schwerer Gesundheitsskandal für Aufsehen. Die Regionalgesundheitsministerin Rocío Hernández trat zurück, nachdem bekannt wurde, dass bis zu 2.000 Frauen von erheblichen Verzögerungen bei der Diagnose von Brustkrebs betroffen sein könnten. Eine von ihnen, so eine Hilfsorganisation, starb nach neun Monaten Wartezeit auf ihre Ergebnisse.
Auch international sorgte Spanien für Schlagzeilen: Aus Washington attackierte US-Präsident Donald Trump den spanischen Regierungschef Pedro Sánchez scharf und schlug sogar vor, Spanien aus der NATO auszuschließen, weil es zu wenig für Verteidigung ausgebe. Ein unrealistisches Szenario, aber ein weiteres Problem für eine Regierung, die ohnehin mit zahlreichen internen Krisen konfrontiert ist – darunter Korruptionsvorwürfe gegen Mitglieder des engsten Umfelds von Sánchez.
Unterdessen erwacht Spanien kulturell im Oktober: Überall im Land beginnen Herbstfestivals, mittelalterliche Märkte und „Weiße Nächte“, die Plätze und Altstädte mit Musik, Kunst und Leben füllen. Von Open-Air-Konzerten bis zu historischen Inszenierungen – der Kulturkalender dieses Monats verspricht einen lebhaften, traditionsreichen Herbst.
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