20 de März de 2025
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„ZU VERKAUFEN – MIT BESITZERN!“: STUDIE DECKT DRAMATISCHEN ANSTIEG BESCHLAGNAHMTER IMMOBILIEN IN SPANIEN AUF

Spanien Press

Mehr als 20.000 zum Verkauf stehende Immobilien in Spanien sind derzeit von Besetzern bewohnt – ein alarmierender Wert, der 2,6 % des gesamten Wohnungsmarktes ausmacht.

Ein neuer, bahnbrechender Bericht des Immobilienportals Idealista zeigt, wie weit verbreitet der einst seltene Verkauf von besetzten Immobilien mittlerweile ist, insbesondere in stark betroffenen Regionen wie Andalusien.

Es handelt sich um die erste umfassende Untersuchung dieser Art. Da bisher keine vergleichbaren Daten vorliegen, lässt sich der langfristige Trend noch nicht bestimmen. Doch die aktuelle Momentaufnahme offenbart ein ernstzunehmendes Problem für Eigentümer, Käufer und den gesamten Immobilienmarkt.

Barcelona besonders betroffen – aber Girona hat den höchsten Anteil

Die Provinz Barcelona führt mit 6.778 zum Verkauf stehenden besetzten Immobilien die Liste der am stärksten betroffenen Regionen an. Dahinter folgen Madrid (1.389), Murcia (1.236), Alicante (1.160), Málaga (1.130) und Girona (1.101). Diese sechs Provinzen sind die einzigen mit über 1.000 betroffenen Objekten.

Noch aufschlussreicher ist jedoch der prozentuale Anteil besetzter Immobilien am Gesamtangebot:

• Girona liegt mit 8,8 % an der Spitze.

• Murcia folgt mit 5,5 %, gefolgt von Sevilla (4,7 %), Almería (3,9 %) und Málaga (3,8 %).

• Barcelona und Santa Cruz de Tenerife verzeichnen jeweils 3,5 %, während Lleida und Valencia mit 3,4 % ebenfalls über dem nationalen Durchschnitt liegen.

Interessanterweise bleiben Spaniens größte Städte unter dem Durchschnittswert von 2,6 %:

• Madrid (2,3 %),

• Alicante (2,1 %),

• San Sebastián (1,3 %),

• Bilbao (1 %).

Risiko oder Schnäppchen? Käufer stehen vor einer schwierigen Entscheidung

Der Anstieg besetzter Immobilien stellt sowohl ein Risiko als auch eine potenzielle Gelegenheit für Käufer dar. Solche Objekte werden oft zu stark reduzierten Preisen angeboten, doch die rechtlichen Hürden sind erheblich.

Experten warnen: Die Räumung besetzter Immobilien in Spanien kann Jahre dauern und mit hohen Kosten verbunden sein. Prozesse ziehen sich oft über mehrere Instanzen, während die Besetzer Schutz durch komplizierte rechtliche Regelungen genießen.

Immobilienmarkt unter Druck – Experten warnen vor Verharmlosung

Francisco Iñareta, Sprecher von Idealista, unterstreicht die Brisanz des Themas:

„Unsere Daten zeigen, wie tiefgreifend das Problem den Markt beeinflusst und wie sehr es das Sicherheitsgefühl der Eigentümer beeinträchtigt.“

Er warnt zudem vor der Verharmlosung der Situation:

„Versuche, dieses Problem kleinzureden oder durch unrealistische Vergleiche zu relativieren, führen nicht zu einer Veränderung der Markt-Wahrnehmung. Ganz im Gegenteil: Sie verstärken das Gefühl der Unsicherheit und sorgen dafür, dass noch mehr Wohnungen vom Mietmarkt verschwinden.“

Die Studie wurde von Idealista/data mithilfe innovativer Textverarbeitungsalgorithmen durchgeführt, um besetzte Immobilien systematisch zu identifizieren. Es ist die erste Analyse dieser Art und verdeutlicht das wachsende Problem der illegalen Besetzungen in Spanien – mit gravierenden Folgen für Eigentümer, Käufer und den gesamten Immobilienmarkt.       

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