30. September 2026
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Zwei Erdbeben erschüttern Murcia innerhalb weniger Stunden

Die Gemeinde Beniel in der Region Murcia: In der Nacht zum 30. September wurden zwei Erdstöße der Magnituden 3,1 und 3,0 registriert (Credit: KI generiert)

Die Region Murcia ist in der Nacht zu Mittwoch gleich zweimal von Erdbeben erschüttert worden. Beide Beben hatten ihr Epizentrum südöstlich von Beniel und wurden von der Bevölkerung wahrgenommen. Schäden oder Verletzte wurden bislang nicht gemeldet.

Redaktion Spanien Press

von Marlon Gallego Bosbach

In der Region Murcia haben sich in der Nacht zum Mittwoch, dem 30. September, innerhalb weniger Stunden zwei Erdbeben ereignet. Das erste Beben wurde um 2.04 Uhr registriert und erreichte eine Magnitude von 3,1. Rund viereinhalb Stunden später folgte ein zweiter Erdstoß mit einer Magnitude von 3,0. Beide Epizentren lagen südöstlich der Gemeinde Beniel.

Nach Angaben des spanischen Instituto Geográfico Nacional (IGN) lag das erste Beben in einer Tiefe von rund drei Kilometern. Das zweite Beben ereignete sich in etwa sechs Kilometern Tiefe. Das IGN registrierte für beide Ereignisse eine maximale Intensität von III, beim ersten Beben wird in der laufenden Auswertung teilweise auch III–IV angegeben.

13 Meldungen beim Notruf

Die Erdstöße waren in Teilen der Region spürbar. Beim regionalen Notruf 112 gingen insgesamt 13 Anrufe ein, die mit den beiden Beben in Zusammenhang standen.

Nach dem ersten Erdstoß meldeten sich fünf Menschen beim Notruf. Nach dem zweiten Beben gingen weitere acht Anrufe ein. Die Meldungen kamen unter anderem aus Murcia und Beniel. Hinweise auf Verletzte oder Sachschäden gab es dabei nicht.

Auch nach derzeitigem Stand der Behörden gibt es keine Hinweise auf größere Auswirkungen. Die beiden Erdbeben waren zwar deutlich spürbar, blieben aber hinsichtlich ihrer Folgen begrenzt.

Zweites Beben am frühen Morgen

Der zweite Erdstoß ereignete sich um 6.31 Uhr. Das IGN registrierte eine Magnitude von 3,0 und eine Tiefe von sechs Kilometern. Auch dieses Beben wurde mit einer maximalen Intensität von III eingestuft.

Dass beide Erdbeben relativ nah beieinander lagen, sorgte in der Region für Aufmerksamkeit. Eine ungewöhnliche Gefahrenlage wurde von den Behörden bislang jedoch nicht gemeldet.

Bereits vor fünf Tagen bebte die Erde

Die beiden aktuellen Erdstöße sind zudem Teil einer Phase erhöhter seismischer Aktivität in derselben Gegend. Erst am 25. September hatte sich südöstlich von Beniel ein stärkeres Erdbeben ereignet.

Dieses erreichte eine Magnitude von 3,5 und lag in rund acht Kilometern Tiefe. Auch damals war das Beben in mehreren Gemeinden sowie in der Stadt Murcia zu spüren. Der Notruf 112 erhielt etwa 35 Meldungen. Verletzte oder größere Sachschäden wurden ebenfalls nicht gemeldet.

Am 26. September registrierte das IGN zudem einen weiteren, deutlich schwächeren Erdstoß der Magnitude 1,6 südöstlich von Beniel. Damit wurden innerhalb weniger Tage mehrere Erdbeben in derselben Region registriert.

Murcia gehört zu den seismisch aktiven Gebieten Spaniens

Der Südosten Spaniens zählt zu den Regionen des Landes mit vergleichsweise hoher seismischer Aktivität. Entsprechend verfügt Murcia über spezielle Notfall- und Überwachungsstrukturen für Erdbeben.

Das zeigte sich bereits nach dem Beben vom 25. September: Die Regionalregierung aktivierte den Plan Sismimur in der niedrigsten Überwachungsstufe. Dabei werden die seismischen Daten kontinuierlich beobachtet und mögliche Auswirkungen bewertet.

Die aktuellen Beben erreichen allerdings bei weitem nicht die Stärke des schweren Erdbebens von Lorca im Jahr 2011, das eine Magnitude von 5,1 hatte und neun Menschen das Leben kostete. Hunderte weitere Menschen wurden damals verletzt und zahlreiche Gebäude beschädigt.

Keine Schäden gemeldet

Trotz der wiederholten Erdstöße gibt es derzeit keinen Anlass für Berichte über größere Schäden. Sowohl beim ersten als auch beim zweiten Beben wurden nach Angaben der Notdienste keine Verletzten oder Sachschäden gemeldet.

Das IGN weist zugleich darauf hin, dass die Daten zu aktuellen Erdbeben aufgrund der laufenden seismologischen Auswertung noch angepasst werden können.

Für die Bevölkerung in Murcia bleibt damit vor allem die ungewöhnliche Häufung der Erdstöße innerhalb weniger Tage bemerkenswert: Nach dem Beben der Stärke 3,5 am vergangenen Freitag folgten nun zwei weitere spürbare Beben mit Magnituden von 3,1 und 3,0.

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