Sturzfluten, Erdrutsche und überflutete Straßen: Eine DANA hat am Wochenende mehrere Regionen Spaniens schwer getroffen. Besonders dramatisch war die Lage in León, wo zwei Frauen ums Leben kamen. Auch in Castellón verursachten extreme Regenmengen erhebliche Schäden.
Redaktion Spanien Press
Tragödie in León
Besonders schwer traf das Unwetter El Bierzo in der Provinz León. In Manzanedo de Valdueza, San Clemente und Bouzas führten die Wassermassen zu Überschwemmungen und Erdrutschen.
In Manzanedo de Valdueza kamen zwei etwa 60 Jahre alte Frauen ums Leben, nachdem Wasser und Schlamm in eine Bodega eingedrungen waren. Fünf weitere Menschen wurden verletzt, darunter ein drei Monate altes Baby und ein vierjähriges Kind.
In Ponferrada wurden daraufhin drei Tage offizielle Trauer angeordnet.
Die Auswirkungen könnten durch die schweren Waldbrände des vergangenen Jahres zusätzlich verschärft worden sein: In Gebieten ohne ausreichende Vegetation kann der Boden große Wassermengen schlechter zurückhalten.
Extreme Regenmengen in Castellón
Auch die Provinz Castellón wurde schwer getroffen. In Bejís fielen rund 186 Liter Regen pro Quadratmeter, davon etwa 126 Liter innerhalb nur einer Stunde.
Keller und Erdgeschosse wurden überflutet, Bäume stürzten um, Mauern und Brücken wurden beschädigt. Auch das Rathaus war betroffen.
In Torás wurden ebenfalls mehr als 186 Liter pro Quadratmeter gemessen. Dazu kamen Windböen von bis zu 101 km/h. Weitere Schäden wurden aus Teresa und El Toro gemeldet.
Auch in der Provinz Valencia sorgten die Gewitter für zahlreiche Einsätze. Allein in Valencia-Stadt rückte die Feuerwehr 192-mal aus.
Weitere Gewitter erwartet – gleichzeitig kehrt die Hitze zurück
Die DANA sorgt weiterhin für instabiles Wetter. Für Barcelona, Castellón, Girona und Teruel galt am Sonntag eine orangefarbene Warnung vor Starkregen. Auch in weiteren Teilen Spaniens wurden Gewitter, Hagel und starke Windböen erwartet.
Gleichzeitig steigen die Temperaturen erneut. In zahlreichen Provinzen – darunter Sevilla, Córdoba, Jaén und Almería – bestanden bereits wieder Hitzewarnungen.
Spanien erlebt damit innerhalb weniger Tage einen extremen Wetterwechsel: von großer Hitze zu sintflutartigen Regenfällen – und nun vielerorts wieder zurück zu hohen Temperaturen.
