Am 24. März 2015 stürzte Germanwings-Flug 9525 auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen bei Le Vernet ab. Alle 144 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben, darunter 16 Schüler und zwei Lehrer aus Deutschland. Später wurde bekannt, dass der Co-Pilot Andreas Lubitz das Flugzeug absichtlich zum Absturz brachte.
Ein Co-Pilot mit psychischen Problemen
Lubitz litt unter schwerer Depression, Sehstörungen und beruflichem Stress. Trotz ärztlicher Krankschreibungen verschwieg er seinen Zustand und setzte seine Flüge fort.
Die Katastrophe ereignete sich, als der Pilot kurz das Cockpit verließ. Lubitz verriegelte die Tür und leitete den Sinkflug ein. Wegen der nach dem 11. September eingeführten Sicherheitsmaßnahmen blieb die Tür verschlossen – der Kapitän konnte nicht mehr eingreifen.
Folgen für Luftfahrt und Justiz
Lufthansa stellte fast 300 Millionen Euro für Entschädigungen bereit. In Spanien erhöhte das Oberste Gericht 2023 die Zahlungen für einige Hinterbliebene um 50 %.
Der Absturz führte zu strengeren Sicherheitsvorschriften: In Cockpits müssen nun stets zwei Personen anwesend sein, psychologische Untersuchungen wurden verschärft, und Piloten werden intensiver auf Suchtmittel kontrolliert.
Zehn Jahre später bleibt die Tragödie ein Mahnmal für die Luftfahrt und ein schmerzhaftes Erinnern für die Hinterbliebenen der Opfer.
