17 de April de 2025
Lesezeit 1 Minute

Eine spanische Innovation gegen Nierensteine

Spanien Press
Foto von Luis Sanchez (Unsplash)

Lithovortex – so heißt das neue medizinische Gerät, das in Valencia entwickelt wurde und Nierensteine revolutionär behandeln könnte. Es verspricht, die schmerzhaften Ablagerungen in der Hälfte der bisherigen Zeit aufzulösen, ohne chirurgischen Eingriff, ohne Krankenhausaufenthalt.

Hinter der Entwicklung stehen Forscherinnen und Forscher vom Institut für Bildgebung und Molekulare Instrumentierung (I3M, CSIC-UPV), gemeinsam mit dem Gesundheitsforschungsinstitut La Fe und dem Institut für Biomechanik Valencia. Ihre Erfindung ist tragbar, kostengünstig und nicht-invasiv. Sie nutzt präzise Ultraschalltechnologie, um die Steine zu „pulverisieren“.

Ein mikroskopischer „Kniff“

„Es ist, als ob wir dem Inneren des Steins einen mikroskopischen Kniff verpassen“, erklärt Noé Jiménez, einer der führenden Forscher. Die Vibrationen des Geräts zersetzen die Steinstruktur in winzige Partikel – so fein, dass sie über die Harnröhre auf natürliche Weise ausgeschieden werden können. Kein Skalpell, keine Narkose, kein Klinikaufenthalt.

Mehr als nur Nierensteine

Das Potenzial der Technologie geht noch weiter: Die Wissenschaftler sehen mögliche Anwendungen auch bei anderen Verkalkungen im Körper, etwa an der Aortenklappe des Herzens. Sollte sich dies bestätigen, könnte das Gerät auch in der Kardiologie neue Wege eröffnen.

Warum entstehen Nierensteine?

Die Hauptursachen für Nierensteine liegen oft im modernen Lebensstil: unausgewogene Ernährung, zu wenig Flüssigkeitszufuhr und Übergewicht. Wenn sich zu viele kristallbildende Substanzen (wie Kalzium, Oxalat oder Harnsäure) in der Harnflüssigkeit ansammeln, entstehen mit der Zeit feste Ablagerungen. Laut dem Apothekerverband von Valencia sind 80 % aller Fälle direkt mit der Ernährung verbunden.

Bisher mussten größere Steine oft durch Stoßwellentherapie, Endoskopie oder chirurgische Eingriffe entfernt werden. Mit dieser neuen Technologie könnte dieser Schritt bald überflüssig werden – oder zumindest deutlich seltener nötig.

Spanische Wissenschaft zeigt Wirkung

Derzeit befindet sich Lithovortex noch in der Prototypenphase. Doch die bisherigen Ergebnisse machen Hoffnung. Ein medizinischer Fortschritt „Made in Spain“, der zeigt, wie technologische Innovation selbst altbekannte Gesundheitsprobleme neu und sanft lösen kann.



Referenzen:
CSIC – Consejo Superior de Investigaciones Científicas

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