Redaktion Spanien Press
Die Zahl der registrierten Arbeitslosen in Spanien ist im Juli um 1.357 Personen gesunken. Damit liegt die Gesamtzahl bei 2.404.606, dem niedrigsten Wert in einem Juli seit dem Jahr 2007. Das geht aus den neuesten Daten des spanischen Arbeitsministeriums hervor. Zwar fällt der Rückgang in diesem Jahr deutlich geringer aus als in den Vorjahren, doch es ist bereits der sechste Monat in Folge mit sinkender Arbeitslosigkeit.
Fast 40 % der neuen Arbeitsverträge sind unbefristet
Im Juli wurden in Spanien insgesamt 1.588.983 neue Arbeitsverträge abgeschlossen – ein Anstieg von 4,4 % im Vergleich zum Juli 2024. Besonders bemerkenswert: 38,4 % davon waren unbefristet.
Aufgeschlüsselt nach Art der Anstellung:
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232.183 unbefristet in Vollzeit
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157.553 unbefristet in Teilzeit
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220.228 als sogenannte „fijos discontinuos“ (saisonale Festanstellungen)
Sozialversicherung auf Rekordhoch
Die Zahl der bei der spanischen Sozialversicherung registrierten Arbeitnehmer stieg im Juli um 4.408 und erreichte ein neues Rekordniveau von 21,87 Millionen Beschäftigten. Seit dem Amtsantritt der Regierung Sánchez im Jahr 2018 wurden rund 2,85 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen.
Rückgang bei Frauen und jungen Menschen besonders stark
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Die Zahl arbeitsloser Frauen sank um 901 auf 1.459.983, der niedrigste Stand seit 2008.
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Die Zahl arbeitsloser Männer sank um 456 auf 944.623, damit liegt sie seit drei Monaten unter der Millionengrenze.
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Bei den unter 25-Jährigen ging die Arbeitslosigkeit um 2.561 Personen (-1,5 %) zurück – auf ein neues Rekordtief von 164.146 jungen Arbeitslosen.
Nach Branchen: Landwirtschaft mit stärkstem Rückgang
Die Zahl der Arbeitslosen sank besonders in:
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der Landwirtschaft: -614 Personen
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dem Sektor ohne vorherige Beschäftigung: -3.315 Personen
Anstiege gab es dagegen in:
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Dienstleistungen: +2.018
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Industrie: +416
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Bauwirtschaft: +138
Andalusien führt bei der Entlastung des Arbeitsmarktes
In sechs autonomen Gemeinschaften sowie in Ceuta und Melilla sank die Arbeitslosigkeit, allen voran in:
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Andalusien: -8.035
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Kastilien-La Mancha: -1.771
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Asturien: -1.296
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Extremadura: -1.162
Zuwächse gab es unter anderem in:
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Katalonien: +4.339
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Baskenland: +1.600
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Aragonien: +1.167
Ausländerarbeitslosigkeit und Leistungen
Die Zahl arbeitsloser ausländischer Staatsangehöriger sank um 5.356 Personen, auf insgesamt 326.662. Im Vergleich zum Vorjahr sind das fast 10.000 weniger (-2,9 %).
Zudem lag der staatliche Aufwand für Arbeitslosengeld im Juni (letzter verfügbarer Monat) bei 1,85 Milliarden Euro. Insgesamt 1,73 Millionen Menschen erhielten Leistungen. Die Deckungsrate stieg auf 76,8 %, was einem Plus von 8,2 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
