Redaktion Spanien Press
In Spanien ist Gastronomie weit mehr als Nahrung – sie ist Identität und gelebte Kultur. Ein eindrucksvolles Beispiel zeigte sich am vergangenen Wochenende im Dorf Arenas de Cabrales (Asturien), wo ein Blauschimmelkäse von kaum zwei Kilo Gewicht bei einer Auktion den Preis von 37.000 Euro erreichte und damit als teuerster Käse der Welt ins Guinness-Buch der Rekorde einging.
Der Siegerkäse wurde vom Käsemeister Ángel Díaz Herrero hergestellt und in der 53. Ausgabe des Cabrales-Käsewettbewerbs als bester Käse Spaniens ausgezeichnet. Unter 13 DOP-Stücken (geschützte Ursprungsbezeichnung) überzeugte seine Kreation durch Geschmack, Textur und handwerkliche Qualität.
Das Fest, das als Veranstaltung von regionalem touristischem Interesse anerkannt ist, zog mehr als 2.000 Besucher an – darunter Sammler und Gastronomen nicht nur aus Spanien, sondern auch aus dem Ausland. Für viele gilt die Teilnahme an der Auktion als ein Prestigeakt: Einen preisgekrönten Cabrales zu ersteigern bedeutet, ein Stück asturischer Tradition und Geschichte mit nach Hause zu nehmen.
Der Käufer des Siegerstücks war der Gastronom Iván Suárez, Inhaber des Restaurants El Llagar de Colloto in Oviedo. Doch der Moment des Triumphes verlief anders als erwartet: Als Suárez die Bühne betrat, um den Käse entgegenzunehmen, rutschte dieser von der Servierplatte und landete auf dem Boden. Zwischen nervösem Lachen und Applaus verwandelte sich die Szene in die am meisten erzählte Anekdote des Tages und brachte einen Hauch von Spontaneität in einen Wettbewerb, der sonst von Exklusivität geprägt ist.
Der Cabrales-Käse, der in den Naturhöhlen der Picos de Europa reift, gehört zu den bekanntesten Käsesorten Spaniens. Sein intensiver Geschmack und seine jahrhundertealte Herstellung machen ihn zu einer echten Gourmetspezialität. Mit diesem neuen Rekord unterstreicht Asturien seine Rolle als Reiseziel für alle, die das authentischste Spanien kulinarisch entdecken möchten.
