Die spanische Mittelmeerregion Costa Blanca steht kurz vor einer ungewöhnlich frühen Hitzewelle. Meteorologen warnen vor deutlich steigenden Temperaturen, die bereits Ende Mai Werte erreichen könnten, wie sie sonst typischerweise erst im Juli oder August üblich sind.
Redaktion Spanien Press
von Marlon Gallego Bosbach
Temperaturen steigen deutlich an
Laut aktuellen Prognosen sollen die Temperaturen in den kommenden Tagen spürbar anziehen. In Teilen der Provinz Alicante könnten die Höchstwerte auf rund 35 bis 37 Grad Celsius klettern. Damit würde die Region bereits jetzt ein sommerliches Niveau erreichen, obwohl die eigentliche Hochsaison noch Wochen entfernt liegt.
Auch in anderen Teilen Spaniens wird ein deutlicher Temperaturanstieg erwartet, wobei lokal sogar Werte nahe der 40-Grad-Marke nicht ausgeschlossen werden.
Sommerliche Bedingungen schon im Frühling
Besonders auffällig ist der Zeitpunkt der Wetterlage: Die Hitze trifft Spanien ungewöhnlich früh im Jahr. Meteorologen sprechen von einer stabilen Hochdrucklage, die warme Luftmassen aus Nordafrika in den Süden Europas lenkt und dort für anhaltend hohe Temperaturen sorgt.
In einigen Regionen könnten zudem sogenannte „tropische Nächte“ auftreten, bei denen die Temperaturen auch nachts nicht unter 20 Grad fallen – ein weiterer Hinweis auf eine ausgeprägte Wärmeperiode.
Wetterlage durch Hochdrucksystem begünstigt
Verantwortlich für die Hitze ist ein großräumiges Hochdrucksystem über dem westlichen Mittelmeerraum. Dieses sogenannte „Heat-Dome“-Phänomen führt dazu, dass sich heiße Luft über der Region staut und kaum Bewegung zulässt. Dadurch kann sich die Wärme über mehrere Tage hinweg verstärken.
Die Folge: kaum Abkühlung, steigende Tages- und Nachttemperaturen sowie eine zunehmende Belastung für Bevölkerung und Infrastruktur.
Auswirkungen auf Alltag und Tourismus
Für die Costa Blanca, eine der wichtigsten touristischen Regionen Spaniens, könnte die frühe Hitzewelle spürbare Auswirkungen haben. Besonders im Bereich des Küstentourismus wird empfohlen, auf ausreichenden Sonnenschutz und Flüssigkeitszufuhr zu achten.
Auch lokale Behörden bereiten sich darauf vor, auf mögliche Hitzebelastungen zu reagieren, insbesondere in städtischen Gebieten und bei älteren Menschen.
