22. September 2026
Lesezeit 2 Minuten

Die Viren sind zurück: COVID-19 trifft derzeit besonders die Kleinsten

KI

Kaum hat das neue Schuljahr begonnen, melden sich auch die Atemwegsviren zurück. Neben einer deutlich zunehmenden Grippewelle beobachten Ärzte in Spanien vor allem eine Entwicklung mit Sorge: Bei Babys unter einem Jahr werden derzeit auffallend viele COVID-19-Infektionen registriert.

Redaktion Spanien Press

Der Sommer geht zu Ende, die Schulen sind wieder geöffnet – und mit dem Herbst kehren auch die bekannten Atemwegsinfektionen zurück. In Spanien zeichnet sich bereits zu Beginn der Saison eine deutliche Zunahme verschiedener Viruserkrankungen ab.

Besonders aufmerksam verfolgen Kinderärzte derzeit die Entwicklung bei den Jüngsten. SARS-CoV-2 wird vermehrt bei Säuglingen unter zwölf Monaten festgestellt. Babys gehören damit zu den Altersgruppen, bei denen die Entwicklung in den kommenden Wochen besonders genau beobachtet wird.

Gleichzeitig nimmt auch die Grippe wieder Fahrt auf. Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass die Grippesaison in diesem Jahr früher und stärker einsetzen könnte als zuletzt. Damit wächst die Sorge, dass mehrere Atemwegsviren gleichzeitig zirkulieren und Arztpraxen sowie Notaufnahmen entsprechend stärker beanspruchen könnten.

Warum Babys besonders aufmerksam beobachtet werden

Eine COVID-19-Infektion verläuft auch bei Säuglingen in vielen Fällen ohne schwere Komplikationen. Dennoch gilt gerade im ersten Lebensjahr besondere Vorsicht.

Das Immunsystem eines Babys befindet sich noch in der Entwicklung. Hinzu kommt, dass sich der Zustand kleiner Kinder teilweise schneller verändern kann und sie Beschwerden nicht selbst mitteilen können.

Eltern sollten deshalb insbesondere auf hohes oder anhaltendes Fieber, ungewöhnliche Müdigkeit, Trinkschwäche oder eine deutliche Veränderung des normalen Verhaltens achten.

Besonders ernst zu nehmen sind Anzeichen von Atemnot. Dazu gehören eine ungewöhnlich schnelle Atmung oder sichtbare Einziehungen zwischen beziehungsweise unter den Rippen beim Atmen. In solchen Fällen sollte unverzüglich medizinischer Rat eingeholt werden.

So können Eltern ihre Babys schützen

Gerade bei Neugeborenen und sehr kleinen Babys können einige einfache Maßnahmen das Infektionsrisiko deutlich reduzieren.

Regelmäßiges Händewaschen gehört weiterhin zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen – insbesondere bevor das Baby gefüttert, gewickelt oder auf den Arm genommen wird.

Auch bei Besuchen ist in den kommenden Wochen etwas mehr Vorsicht sinnvoll. Wer erkältet ist, hustet, Fieber hat oder sich allgemein krank fühlt, sollte engen Kontakt zu einem Säugling möglichst vermeiden.

In geschlossenen und stark frequentierten Räumen ist das Infektionsrisiko grundsätzlich höher. Gerade Familien mit sehr jungen Babys können deshalb überlegen, unnötige Kontakte während stärkerer Infektionsphasen zu reduzieren.

Stillen auch bei COVID-19

Wird eine stillende Mutter positiv auf SARS-CoV-2 getestet, bedeutet dies grundsätzlich nicht, dass sie mit dem Stillen aufhören muss.

Nach dem derzeitigen medizinischen Kenntnisstand bleibt Muttermilch eine wichtige Nahrungs- und Immunquelle für das Kind. Entscheidend sind entsprechende Hygienemaßnahmen und gegebenenfalls eine individuelle Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder Kinderarzt.

Ein Herbst mit mehreren Viren

Noch lässt sich nicht absehen, wie stark die kommende Erkältungs- und Grippesaison in Spanien tatsächlich ausfallen wird. Klar ist jedoch bereits jetzt: COVID-19 ist nicht verschwunden – und gleichzeitig kehren Grippe und andere Atemwegsviren mit Beginn des Herbstes zurück.

Für Familien mit Säuglingen bedeutet das keinen Grund zur Panik, wohl aber erhöhte Aufmerksamkeit.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich die derzeitige Entwicklung wieder abschwächt oder Spanien vor einer besonders intensiven Saison der Atemwegsinfektionen steht.

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