Verdächtige in Castelldefels und Montcada i Reixac sollen gewaltverherrlichende Propaganda verbreitet und Drohungen über soziale Netzwerke ausgesprochen haben.
Bei einem gemeinsamen Einsatz der spanischen Policía Nacional und der katalanischen Mossos d’Esquadra sind in der Provinz Barcelona drei mutmaßliche Islamisten festgenommen worden. Ihnen wird die Verherrlichung des Terrorismus sowie das Aussprechen von Drohungen im Internet zur Last gelegt.
Mit diesen jüngsten Festnahmen steigt die Zahl der in Katalonien im Jahr 2025 festgenommenen Personen im Zusammenhang mit islamistischem Terrorismus auf 20. Landesweit wurden bislang 55 Personen unter ähnlichem Verdacht festgesetzt.
Die Festnahmen erfolgten bereits am vergangenen Montag, wurden jedoch erst am Freitag von den Behörden bekannt gegeben. Zwei der Verdächtigen lebten in Castelldefels, einer in Montcada i Reixac. Alle drei wurden der Audiencia Nacional vorgeführt, die Untersuchungshaft anordnete.
Im Zuge von vier Wohnungsdurchsuchungen beschlagnahmten die Beamten unter anderem Dokumente mit Bezug zu Selbstmordanschlägen und Märtyrertum, mehrere elektronische Geräte sowie ein Bajonett.
Nach Angaben der Ermittler nutzten die Festgenommenen verschiedene Social-Media-Profile, um dschihadistische Propaganda zu verbreiten und Gewalttaten von Gruppen wie dem sogenannten Islamischen Staat zu rechtfertigen. Einer der Männer soll sogar gezielte Drohungen gegen Einzelpersonen über digitale Plattformen ausgesprochen haben.
Die Polizei sieht in dem Einsatz einen weiteren wichtigen Schritt im Kampf gegen die digitale Radikalisierung und den internationalen Terrorismus.
