2 de Mai de 2025
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Spanien bricht Rekord bei Knochenmarktransplantationen und festigt seine Führungsrolle in Europa

Credit National Cancer Institute (Unsplash)

Spanien hat erneut seine medizinische Spitzenstellung unter Beweis gestellt: Im Jahr 2024 wurden 3.844 Knochenmarktransplantationen durchgeführt – so viele wie nie zuvor. Damit erreicht das Land einen historischen Höchststand und bestätigt seine Rolle als europäische Referenz im Bereich der Transplantationsmedizin.

Besonders bemerkenswert ist das kontinuierliche Wachstum seit 2012, als der Nationale Plan für Knochenmarkspenden (PNMO) ins Leben gerufen wurde. Seitdem ist die Zahl der Transplantationen um 42 % gestiegen – ein klarer Beweis für die Wirksamkeit einer langfristig angelegten Gesundheitsstrategie.

Arten der Transplantationen und Herkunft der Spender

Von den durchgeführten Transplantationen waren 58 % autolog, d. h. mit Stammzellen des eigenen Patienten, und 42 % allogen, also mit Stammzellen eines Spenders. Unter den allogenen Spenden stammten 850 von verwandten Spendern, während 748 von freiwilligen, nicht verwandten Spendern kamen, die im spanischen Knochenmarkspenderregister REDMO (Registro Español de Donantes de Médula Ósea) registriert sind.

Die Rate der allogenen Transplantationen lag bei 32,8 pro eine Million Einwohner – mehr als doppelt so hoch wie der europäische Durchschnitt von 14,8 im Jahr 2023.

Regionen mit den meisten Transplantationen

In absoluten Zahlen lag Madrid mit 722 Eingriffen an der Spitze, gefolgt von Andalusien (632) und Katalonien (610). Betrachtet man jedoch die Transplantationen pro Million Einwohner, führt Navarra (162,7), vor Kantabrien (147,5) und Murcia (104,5).

Behandelte Krankheiten und Spenderprofil

Hauptindikationen für die Transplantationen waren Leukämien (35 %), myelodysplastische Syndrome (31 %) und Lymphome (23 %). 8 % der Transplantationen wurden bei Kindern durchgeführt – ein Beleg für die Breite des Programms.

Was das Profil der Spender betrifft, handelt es sich überwiegend um junge Männer, wobei peripheres Blut die am häufigsten genutzte Quelle für hämatopoetische Stammzellen war. Zwar ist die Zahl der Spender insgesamt gestiegen, doch liegt der Anteil männlicher Spender bei lediglich 36 %, obwohl gerade junge Männer in der Regel die besten biologischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transplantation bieten.

Über eine halbe Million registrierte Spender

Das REDMO hat inzwischen die Marke von 500.000 registrierten Spendern überschritten – ein Anstieg von 27 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist das Ergebnis erfolgreicher Aufklärungskampagnen und einer tief verwurzelten Spendenkultur in der spanischen Gesellschaft.

Ein Vorbild für Europa

Spanien, das seit Jahren weltweit führend bei Organtransplantationen ist, behauptet nun auch im Bereich der Knochenmarktransplantation seine Spitzenposition. Die Kombination aus einem starken Gesundheitssystem, strategischer Planung und gesellschaftlichem Engagement rettet jedes Jahr tausende Leben – und dient anderen Ländern als Vorbild.


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