67 Einsatzkräfte und 21 Fahrzeuge aus fünf Städten unterstützen Spanien bei der Brandbekämpfung
Redaktion Spanien Press
Ein spezielles Feuerwehrkontingent aus Deutschland ist am Dienstag im nordspanischen San Sebastián eingetroffen, um bei der Bekämpfung der verheerenden Waldbrände zu helfen. Es handelt sich um eine der bedeutendsten internationalen Hilfen, die Spanien in den letzten Wochen erhalten hat.
Das Team besteht aus 67 Feuerwehrleuten und 21 Fahrzeugen, entsandt von den Feuerwehren aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Königswinter und Ratingen. Die Einheit verfügt über Erfahrung bei Naturkatastrophen und war bereits in Griechenland und Frankreich im Einsatz.
Im Laufe des Tages soll der Konvoi weiter nach Extremadura ziehen, einer der am stärksten betroffenen Regionen an der Grenze zu Portugal.
Großbrand in Cáceres
Einer der heftigsten Brände wütet in der Nähe von Jarilla (Provinz Cáceres), wo bislang rund 15.000 Hektar zerstört wurden. Auch in Portugal kämpfen die Behörden derzeit gegen vier große Waldbrände.
Spanien erhält zusätzlich Unterstützung aus der Luft und vom Boden durch Einsatzkräfte aus Frankreich, Italien, Finnland, den Niederlanden, Tschechien und der Slowakei.
„Ein Feuer-Tsunami“
Ein spanischer Einsatzleiter sprach von einem regelrechten „Tsunami aus Feuer“. Bislang sind vier Menschen in Spanien und zwei in Portugal ums Leben gekommen. Zudem wurden mehrere Feuerwehrleute verletzt – allein in Galicien erlitten vier Einsatzkräfte Verletzungen, einer davon schwere Verbrennungen, berichtete RTVE.
Seit Jahresbeginn sind in Spanien bereits 3.440 Quadratkilometer Land den Flammen zum Opfer gefallen. Am stärksten betroffen sind die Regionen Kastilien und León, Galicien, Extremadura und Asturien. In der Provinz Ourense sind inzwischen neun Prozent der Fläche verbrannt, während dort noch zehn Brände aktiv sind.
