Was für viele nur eine Ansammlung verfallener Häuser war – überwuchert, still, vergessen –, war für Maaike Geurts und Tibor Strausz Liebe auf den ersten Blick. Das holländische Paar kaufte für 350.000 Euro das kleine Dorf Bárcena de Bureba im Norden der Provinz Burgos. Ihr Traum: dem Ort neues Leben einzuhauchen und ihn in ein autarkes Ökodorf zu verwandeln
Redaktion Spanien Press
Bárcena de Bureba, in der Region La Bureba gelegen, war seit Jahrzehnten verlassen. Die letzten Bewohner verließen das Dorf vor Jahren, zurück blieben Häuser aus Stein, Felder, Hügel – und Stille. Doch seit Maaike und Tibor hier sind, hat sich vieles verändert: Sie beginnen, Häuser zu restaurieren, Wege zu säubern und alte Gärten wieder zu bepflanzen. Und vor allem: Sie sind nicht mehr allein.
In den vergangenen Monaten haben sich drei weitere Familien dem Projekt angeschlossen, und mehrere stehen bereits auf der Warteliste. Gemeinsam wollen sie eine nachhaltige Gemeinschaft aufbauen – mit Landwirtschaft, Handwerk, Kunst und Umweltbildung als Säulen des neuen Lebens.
„Wir wollen zeigen, dass man auf dem Land gut leben kann – modern, aber in einem menschlicheren Rhythmus“, sagt Maaike in einem Interview mit lokalen Medien.
Geplant ist die Renovierung der elf alten Häuser, die Wiederbelebung der Felder und der Aufbau kleiner Werkstätten für traditionelle Handwerke, erneuerbare Energien und sanften Tourismus. Die neuen Bewohner teilen die Philosophie der Selbstversorgung und Kooperation, ein Lebensmodell, das von den nordeuropäischen Ökodörfern inspiriert ist – aber mit kastilischem Charakter.
Die Geschichte von Bárcena de Bureba steht beispielhaft für eine wachsende Bewegung: ausländische Siedler, die verlassene Dörfer in Spanien wiederbeleben. Sie suchen Einfachheit und Nachhaltigkeit – und bringen zugleich Hoffnung in Regionen, die lange vom Aussterben bedroht waren.
Während in den Städten Hektik und hohe Preise regieren, hört man in diesem Winkel von Burgos wieder Hämmer, Kinderlachen und den Duft von frisch gebackenem Brot. Vielleicht wird Bárcena de Bureba eines Tages das beste Beispiel dafür sein, dass nicht jedes Dorf dem Vergessen geweiht ist.
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