9 de November de 2025
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Ein virales Foto löst in Málaga die Jagd auf die Asiatische Hornisse aus

Credit Wally Holden

Alles begann mit einem Foto. Ein Biologe aus Alhaurín de la Torre, einer Gemeinde in der Provinz Málaga, bemerkte im Sommer eine ungewöhnlich große Wespe in seinem Garten. Er fotografierte sie und veröffentlichte das Bild in den sozialen Netzwerken – ohne zu ahnen, was er damit auslösen würde

Redaktion Spanien Press

Innerhalb weniger Stunden verbreitete sich die Aufnahme rasant unter Imkern und Naturfreunden. Mehrere Experten bestätigten bald den Verdacht: Es handelte sich um eine Vespa velutina, die Asiatische Hornisse – eine invasive Art, die als ernsthafte Bedrohung für Bienen, Menschen und Landwirtschaft gilt.

Der Alarm war sofort da. Wochenlang beobachteten Bewohner und Behörden das Gebiet, in der Hoffnung, den Ursprung der Insekten zu finden. Doch die Suche gestaltete sich schwierig: Die Wohnsiedlung Pinos de Alhaurín liegt in einem Gebiet voller Kiefern und Zypressen – perfektes Terrain für diese Hornissen, die ihre Nester gerne über zehn Meter hoch in Baumwipfeln bauen.

Die groß angelegte Operation, an der das Umweltamt von Alhaurín de la Torre, der Provinz-Feuerwehrverband, die Junta de Andalucía, der Imkerverband von Málaga und das Spezialunternehmen Lucanus beteiligt waren, zog sich über fast drei Monate hin.

Schließlich führte eine Methode der Forscherin Sandra Rojas zum Durchbruch: Indem man einzelne Hornissen markierte und ihre Rückkehrzeit zum Futterplatz maß, ließ sich die Entfernung zum Nest berechnen.

Der Fund erfolgte rund 150 Meter von der ersten Sichtung entfernt – verborgen in einer dünnen Kiefer, über zwölf Meter über dem Boden, an einem steilen Hang. Um das Nest zu erreichen, mussten die Einsatzkräfte den Boden mit schwerem Gerät sichern und eine Hebebühne einsetzen.

Der Eingriff dauerte rund zwölf Stunden. Die Experten arbeiteten in Schutzanzügen, versiegelten den Nesteingang mit alkoholgetränkter Watte und schnitten die Äste vorsichtig ab.

Das gigantische Nest wog über sieben Kilogramm und hatte einen Durchmesser von rund 1,40 Metern. Es wurde sorgfältig verpackt, versiegelt und zur weiteren Untersuchung in eine Kühlkammer gebracht.

Der Fund hat doppelte Bedeutung: Zum einen konnten die Anwohner endlich aufatmen, zum anderen wurde damit erstmals die Anwesenheit der Vespa velutina in der Provinz Málaga bestätigt – ein entscheidender Hinweis, um die Ausbreitung dieser invasiven Art in Andalusien künftig besser zu kontrollieren.

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