Spanien erlebt zum Jahresbeginn einen markanten Wintereinbruch. Eine Kombination aus Schnee, eisigen Temperaturen, starkem Wind und heftigem Seegang hat am 7. Januar in 14 autonomen Gemeinschaften Wetterwarnungen ausgelöst. Nach Angaben der staatlichen Wetterbehörde AEMET handelt es sich um eine der kältesten Phasen dieses Winters
Redaktion Spanien Press
Besonders angespannt ist die Lage im Landesinneren. In den Parameras de Molina in der Provinz Guadalajara gilt wegen extremer Tiefstwerte von bis zu -14 Grad die rote Warnstufe – die höchste Alarmkategorie. Noch kälter war es in Sierra Nevada, wo mit -17,3 Grad die niedrigste Temperatur Spaniens gemessen wurde.
Schnee bis in tiefe Lagen
Schneewarnungen betreffen unter anderem Teile von Aragón, Kastilien und León, Katalonien, Navarra und dem Baskenland. In einigen Regionen fiel Schnee bis in ungewöhnlich niedrige Höhen, lokal sogar unter 500 Meter. Die Behörden rechnen in den Pyrenäen und der Kantabrischen Kordillere mit nennenswerten Neuschneemengen.
Frost, Wind und hohe Wellen
Neben Schnee ist vor allem der anhaltende Frost ein Problem. Kältewarnungen gelten für weite Teile Andalusiens, der Meseta, der Balearen sowie des Mittelmeerraums. Gleichzeitig sorgen starke Winde in Nordostspanien und auf den Kanarischen Inseln für zusätzliche Risiken.
Auch an den Küsten bleibt die Lage angespannt: Hoher Wellengang betrifft Abschnitte der kantabrischen Küste, des Mittelmeers sowie mehrere Inselregionen.
Verkehr stark beeinträchtigt
Der Winter zeigt bereits deutliche Auswirkungen auf den Verkehr. Zahlreiche Straßen sind gesperrt oder nur eingeschränkt befahrbar, insbesondere in Nordspanien. Auf mehreren Hauptverkehrsachsen wurde der Schwerlastverkehr zeitweise untersagt.
Leichte Entspannung in Sicht – aber keine Entwarnung
Im Tagesverlauf wird die Schneefallgrenze voraussichtlich ansteigen, gleichzeitig sollen die Höchsttemperaturen leicht zulegen. Dennoch bleibt die Situation fragil: Nächtlicher Frost, Glätte und lokale Schneefälle werden viele Regionen Spaniens weiterhin begleiten.
Für Spanien heißt das dieser Tage: Winter wie aus dem Lehrbuch – mit allen Konsequenzen für Alltag, Verkehr und Infrastruktur.

