Die meisten Opfer sind Männer mittleren bis höheren Alters. Strände bleiben die gefährlichsten Orte.
Redaktion Spanien Press
Der Sommer 2025 bringt in Spanien eine erschreckende Bilanz: Fast 300 Menschen sind seit Jahresbeginn beim Baden ums Leben gekommen. Die aktuelle Statistik des Nationalen Ertrinkungsberichts zeigt einen drastischen Anstieg gegenüber den Vorjahren – besonders alarmierend sind die Zahlen der Sommermonate.
Allein im Juni starben 73 Menschen, so viele wie in keinem anderen Monat der letzten Dekade. Und auch der Juli ist mit bislang 68 Toten auf dem besten Weg, traurige Rekorde zu brechen.
Auffällig ist das Profil der Opfer: Es handelt sich in der Mehrheit um Männer zwischen 45 und 74 Jahren. Experten führen das auf eine Kombination aus gesundheitlichen Risikofaktoren und mangelndem Bewusstsein für Gefahren im Wasser zurück.
Wenn das Wasser zur Gefahr wird
Ein plötzlicher Sprung ins kalte Wasser – besonders nach dem Essen, langer Sonnenexposition oder körperlicher Anstrengung – kann für den Kreislauf zur Belastungsprobe werden. Schwindel, Kreislaufzusammenbruch oder sogar Bewusstlosigkeit sind mögliche Folgen.
Gerade ältere Menschen, die blutdrucksenkende Medikamente einnehmen oder an Herzproblemen leiden, sind besonders gefährdet. Auch neurologische Erkrankungen können das Reaktionsvermögen im Wasser beeinträchtigen.
Wie sich Badeunfälle vermeiden lassen
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Nie allein baden, sondern immer in Begleitung.
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Badezonen mit Aufsicht bevorzugen.
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Nicht bei Warnflaggen ins Wasser gehen.
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Den Körper langsam an kaltes Wasser gewöhnen.
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Auf Alkohol verzichten und regelmäßig Wasser trinken.
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Keine üppigen Mahlzeiten vor dem Schwimmen.
Fehlende Aufsicht als Risikofaktor
Ein entscheidender Punkt: In mehr als der Hälfte der tödlichen Vorfälle im Juni war kein Rettungspersonal vor Ort. In manchen Fällen wurde gar nicht erst mit Badeaufsicht gerechnet. Nur in wenigen Einzelfällen waren ausgebildete Rettungskräfte im Einsatz.
Anlässlich des heutigen Welttages zur Prävention von Ertrinkungsunfällen rufen Fachleute zu mehr Aufklärung, besserer Vorsorge und einer stärkeren Sicherheitskultur im Umgang mit Gewässern auf.
