Für morgen, Samstag, den 15. August, warnen spanische Sicherheits- und Nachrichtendienste vor einem möglichen neuen Versuch, in großer Zahl auf spanisches Staatsgebiet zu gelangen. Während bislang vor allem Ceuta im Mittelpunkt stand, könnte sich die größte Gefahr nun nach Melilla verlagern.
Redaktion Spanien Press
Morgen könnte für Spaniens Grenze zu Marokko erneut ein entscheidender Tag werden. Nach Einschätzung der spanischen Sicherheitsbehörden besteht die konkrete Gefahr eines weiteren koordinierten Versuchs, die Grenze zu überwinden.
Seit Tagen kursieren in sozialen Netzwerken Aufrufe für morgen, Samstag, den 15. August. Die Behörden nehmen diese Mobilisierung ernst. Spanien und Marokko haben ihre Sicherheitsmaßnahmen deshalb massiv verstärkt.
Besonders aufmerksam beobachten die Sicherheitskräfte inzwischen Melilla. Während Ceuta nach der dramatischen Situation Ende Juli stark abgesichert wurde, gibt es Hinweise darauf, dass sich der Schwerpunkt eines möglichen neuen Grenzübertrittsversuchs verlagern könnte.
In den vergangenen Tagen sollen sich zahlreiche Migranten aus Ländern südlich der Sahara im Gebiet des Monte Gurugú nahe Melilla aufgehalten haben. Die Gegend gilt seit Jahren als Sammel- und Rückzugsgebiet für Menschen, die versuchen, die spanische Exklave zu erreichen.
Guardia Civil warnt vor falschen Versprechen
Auch die Guardia Civil hat über soziale Netzwerke klargestellt, dass die Grenze nicht unkontrolliert geöffnet wird. Hintergrund sind Falschmeldungen, nach denen die Grenze am 15. August angeblich geöffnet werde.
Die spanische Regierung hat gleichzeitig eine deutliche Botschaft ausgesendet: Wer irregulär nach Ceuta oder Melilla gelangt, soll im Rahmen der geltenden rechtlichen Möglichkeiten zurückgeführt werden.
Spanien und Marokko stehen bereit
Auf beiden Seiten der Grenze wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Marokko hat zusätzliche Polizei- und Sicherheitskräfte mobilisiert, während Spanien seine Präsenz in Ceuta und Melilla erhöht hat.
Auch die maritime Grenze Melillas wurde zusätzlich gesichert. Am südlichen Hafendamm wurde eine neue schwimmende Barriere installiert, um irreguläre Grenzübertritte über das Meer zu erschweren.
Morgen richtet sich der Blick auf Melilla
Noch ist völlig offen, wie viele Menschen den Aufrufen in den sozialen Netzwerken tatsächlich folgen werden und ob es überhaupt zu einem größeren Grenzübertrittsversuch kommt.
Doch nach den Ereignissen Ende Juli wollen die Behörden diesmal vorbereitet sein.
Morgen, am 15. August, stehen Spaniens südliche Grenzen unter höchster Beobachtung. Und während lange vor allem Ceuta als möglicher Brennpunkt galt, richtet sich der Blick nun zunehmend auf Melilla.
Die kommenden Stunden werden zeigen, ob die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen ausreichen, um einen erneuten massenhaften Grenzübertritt zu verhindern.
