22 de Januar de 2026
Lesezeit 2 Minuten

Julio Iglesias schlägt zurück und veröffentlicht private Nachrichten zu seiner Verteidigung

Julio Iglesias (Wikipedia)

Iglesias weist die Vorwürfe entschieden zurück und spricht von „Lügen und Desinformation“

Redaktion Spanien Press

Öffentliche Verteidigung über soziale Netzwerke

Der spanische Sänger Julio Iglesias hat auf seinem Instagram-Profil mehrere private WhatsApp-Nachrichten veröffentlicht, die ihm nach eigenen Angaben von zwei ehemaligen Mitarbeiterinnen zugesandt wurden. Mit diesem Schritt will der Künstler die gegen ihn erhobenen Vorwürfe sexueller Übergriffe zurückweisen und seine eigene Darstellung der Ereignisse öffentlich machen.

In den Chats ist eine informelle, teils herzliche Ansprache zu erkennen, wie sie in einem länger bestehenden Arbeits- oder Vertrauensverhältnis nicht ungewöhnlich ist. Die Kommunikation erscheint locker, teilweise dankbar und in einzelnen Passagen sogar zugewandt.

Credit Instagram Julio Iglesias

Kritik an der Staatsanwaltschaft

Nach Darstellung von Iglesias sieht er sich derzeit nicht in der Lage, sich auf dem üblichen juristischen Weg zu verteidigen. Er erklärt, dass ihm die Staatsanwaltschaft keinen „formellen Zugang“ zu der gegen ihn gerichteten Anzeige gewährt habe. Dadurch kenne er die ihm konkret vorgeworfenen Tatsachen nicht. Die Veröffentlichung der privaten Nachrichten sei daher, so Iglesias, derzeit das „einzige Mittel“, um sein Recht auf Verteidigung wahrzunehmen.

„Alles hat seine Grenzen“

In seiner über soziale Netzwerke verbreiteten Stellungnahme betont der Sänger, dass die veröffentlichten Nachrichten aus den Jahren 2021 bis 2023 die „Unwahrheit“ der Anschuldigungen belegen würden. Die Beweislage sei „klar“, so Iglesias. Er bezeichnet es als „sehr schwerwiegend“, dass seiner Ansicht nach „Lügen und Desinformation als Waffen eingesetzt werden, um Menschen anzugreifen“, und fügt hinzu, dass „alles seine Grenzen habe“.

Juristische Schritte und Zuständigkeitsfrage

Parallel dazu hat die Verteidigung von Julio Iglesias die Staatsanwaltschaft der Audiencia Nacional formell aufgefordert, ihm eine Kopie der Anzeige zu übermitteln. In einem entsprechenden Schriftsatz bezeichnet seine Rechtsvertretung es als „insolit“, dass ausgerechnet der Betroffene selbst keinen Zugang zu diesem Dokument habe. Zudem beantragte die Verteidigung die Einstellung der Ermittlungen mit dem Argument, dass die spanische Justiz für die vorgeworfenen Taten nicht zuständig sei.

Hintergrund der Anschuldigungen

Die Vorwürfe gegen Julio Iglesias wurden durch eine journalistische Recherche von elDiario.es in Zusammenarbeit mit Univisión Noticias öffentlich. Zwei ehemalige Hausangestellte geben darin an, während ihrer Tätigkeit für den Sänger Opfer sexueller Übergriffe geworden zu sein. Eine der Frauen schildert, sie sei zu sexuellen Kontakten gedrängt worden, und berichtet von körperlicher und verbaler Gewalt. Die angeblichen Taten sollen sich im Jahr 2021 ereignet haben, als sie 22 Jahre alt war.

Umfangreiche Recherche über mehrere Jahre

Die Recherche erstreckte sich über einen Zeitraum von drei Jahren und umfasst Interviews mit 15 ehemaligen Mitarbeiterinnen, die zwischen 1990 und 2023 für Iglesias gearbeitet haben sollen. Nach Angaben der beteiligten Medien wurden die Aussagen mehrfach überprüft und durch Dokumente wie WhatsApp-Nachrichten, Telefonprotokolle, Visa-Unterlagen, medizinische Berichte und weitere Belege gestützt.

Vorwürfe in mehreren Ländern

Die mutmaßlichen Taten sollen sich in Anwesen von Julio Iglesias in Punta Cana (Dominikanische Republik) sowie in Lyford Cay (Bahamas) ereignet haben. Nach Darstellung der Klägerinnen sollen Personen aus dem Umfeld des Haushaltsmanagements von den Vorgängen gewusst haben.

Reaktion des Sängers

Julio Iglesias hat die Anschuldigungen öffentlich als „absolut falsch“ bezeichnet und erklärt, die Situation habe ihn „sehr traurig“ gemacht. In früheren Beiträgen betonte der Sänger, er habe noch die Kraft, dafür zu sorgen, dass „die ganze Wahrheit bekannt wird“, und seine Würde gegen das zu verteidigen, was er als schweren persönlichen Angriff empfindet.

Eine Antwort hinterlassen

Your email address will not be published.

Vorherige Geschichte

Bahnstreik der Lokführer im Februar: Arbeitsniederlegungen am 9., 10. und 11. Februar angekündigt

Nächste Geschichte

Boro ist wieder da und ganz Spanien atmet auf!!

Neues von Blog

error: Der Inhalt ist geschützt !!
Gehe zuTop