Heute, am 18. Mai 2025, sind Tausende Menschen auf den Straßen der Kanarischen Inseln und anderen spanischen Städten zusammengekommen, um gegen die negativen Auswirkungen des Massentourismus zu protestieren. Organisiert von der Plattform “Canarias tiene un límite” fordern die Demonstranten dringende Maßnahmen gegen die Wohnungsnot, Umweltzerstörung und Überlastung öffentlicher Dienstleistungen.
Kanaren: Epizentrum des Unmuts
In Las Palmas de Gran Canaria versammelten sich über 5.500 Menschen und zogen entlang der Promenade von Las Canteras bis La Puntilla unter dem Motto „Kanaren sind nicht zu verkaufen“. Die Demonstranten verlangen die Einführung eines Aufenthaltsgesetzes, um den Zugang zu Wohnraum zu sichern und die Verdrängung der Anwohner durch den touristischen Mietmarkt zu verhindern.
Zudem fordern sie die Einführung einer Tourismusabgabe, die für den Umweltschutz und die Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen verwendet werden soll. „Wir können nicht länger ein Modell unterstützen, das nur wenigen nutzt und der Mehrheit schadet“, so die Organisatoren.
Proteste in anderen Städten
Die Proteste beschränkten sich nicht auf die Kanaren. Auch in Madrid, Valencia, Santiago de Compostela und Pamplona gingen Menschen auf die Straße, um gegen steigende Mieten, überlastete öffentliche Dienstleistungen und Umweltzerstörung zu protestieren.
In Berlin schloss sich eine kleine Gruppe kanarischer Einwohner den Forderungen an, um das Problem auch international sichtbar zu machen.
Auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Tourismus?
Die Demonstranten betonen die Notwendigkeit, den Markt für Ferienwohnungen zu regulieren, nachhaltige Abgaben einzuführen und ein Tourismusmodell mit geringerer Umweltbelastung zu fördern. Ob dies der Beginn eines Wandels hin zu einem ausgewogeneren Tourismusmodell ist, liegt nun in den Händen der Verantwortlichen.
