14 de September de 2025
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Lebensmittelpreise ziehen wieder an: Kaffee, Eier und Rindfleisch werden deutlich teurer

Credit Aesthetic Slut (Unsplash)

Die Nahrungsmittelinflation schien in Spanien zuletzt unter Kontrolle, doch aktuelle Zahlen des spanischen Statistikamtes INE zeigen, dass wichtige Grundnahrungsmittel weiterhin kräftig im Preis steigen. Im August gehörten fünf der zehn Produkte mit den höchsten Preisanstiegen im Verbraucherpreisindex (VPI) zur Kategorie Lebensmittel

Redaktion Spanien Press

Kaffee wird zum Luxus im Alltag

Besonders auffällig ist der Kaffee, dessen Preis im Jahresvergleich um 20,2 % gestiegen ist. Dahinter folgen Speiseöle außer Olivenöl (+18,9 %), Schokolade (+18,8 %), Eier (+17,8 %) und Rindfleisch (+15,5 %).
Insgesamt verzeichnen acht Lebensmittel ein Plus von mehr als 10 %, darunter Kakaopulver, Lamm- und Ziegenfleisch sowie frisches Gemüse.

Die paradoxe Rolle des Olivenöls

Die Inflation bei Lebensmitteln und alkoholfreien Getränken lag im August bei vergleichsweise moderaten 2,3 %. Hauptgrund ist der drastische Preisrückgang beim Olivenöl, das nach den Rekordwerten von 2024 nun 43,7 % günstigerist.
Doch Experten der Denkfabrik Funcas warnen: Ohne diesen „Olivenöl-Effekt“ läge die Teuerung verarbeiteter Lebensmittel bereits bei rund 3 % – Tendenz steigend.

Ein Preisschock mit Wurzeln in der Pandemie

Die aktuelle Entwicklung verschärft eine bereits seit Jahren spürbare Belastung. Seit Februar 2020 – kurz vor Beginn der Pandemie – haben sich zahlreiche Produkte massiv verteuert:

  • Eier: +69 %

  • Andere Speiseöle: +68 %

  • Vollmilch: +52 %

  • Olivenöl: +50 %

  • Rindfleisch: +49 %

  • Mehl: +45 %

  • Kartoffeln: +45 %

  • Reis: +41 %

Unterm Strich sind Lebensmittel heute 35 % teurer als vor der Pandemie, während der VPI insgesamt „nur“ um 22,5 % zulegte.

Familien mit geringem Einkommen besonders betroffen

Die Kaufkraftverluste treffen vor allem Haushalte mit niedrigem Einkommen, da sie einen größeren Teil ihres Budgets für Nahrungsmittel aufwenden müssen. Zwar sind die Löhne in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich um etwa 20 % gestiegen – den Preisschub bei den Grundnahrungsmitteln konnten sie jedoch nicht ausgleichen.


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