24 de Juli de 2025
Lesezeit 2 Minuten

Nur noch vier von zehn meistgesuchten Verbrechern Spaniens auf der Flucht – zwei davon aus Galicien

Credit Policia Nacional

Ein Jahr nach der Veröffentlichung der Liste mit den zehn meistgesuchten Kriminellen Spaniens hat die Policía Nacional bereits sechs von ihnen festgenommen. Die jüngste Festnahme erfolgte am Dienstag in Madrid. Damit bleiben nur noch vier Männer auf freiem Fuß – und zwei von ihnen stammen aus Galicien: der mutmaßliche Drogenhändler Baltasar Vilar Durán und der wegen Kindesmissbrauchs verurteilte Priester Segundo Cousido Vieites

Redaktion Spanien Press

Erfolgreiche Bilanz der Polizei – sechs Festnahmen in zwölf Monaten

Im Juli 2024 veröffentlichte die spanische Nationalpolizei erstmals eine öffentliche Liste mit den zehn meistgesuchten Straftätern des Landes. Es handelte sich ausschließlich um Männer, denen unter anderem schwerer sexueller Missbrauch, Drogenhandel oder Gewaltdelikte vorgeworfen wurden.

Seitdem wurden sechs Personen festgenommen, zuletzt Álvaro Pasquín Mora, der sich seit 2020 in einem Schuppen in Madrid versteckt hielt. Ihm wird ein sexueller Übergriff im Jahr 2017 zur Last gelegt. Die Polizei entdeckte ihn trotz komplett veränderter Erscheinung und vollständiger Isolation.

Vier bleiben – darunter zwei Galicier

Nach dem jüngsten Fahndungserfolg stehen nun noch vier Männer auf der Liste. Besonders brisant: Zwei stammen aus Galicien, einer Region mit historischer Verbindung zum internationalen Drogenschmuggel.

Baltasar Vilar Durán, auch „Saro“ genannt, ist ein 68-jähriger mutmaßlicher Drogenboss aus Cambados (Provinz Pontevedra), dem Verbindungen zu kolumbianischen Kartellen nachgesagt werden. Er war auf Schnellbooten (Planeadoras) tätig und soll tonnenweise Drogen über den Atlantik transportiert haben. Die Polizei stuft ihn als besonders fluchtgeübt ein – auch wegen seines weitreichenden Netzwerks.

Ebenfalls auf der Flucht ist Segundo Cousido Vieites, ein ehemaliger Salesianerpriester, der wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen in Vigo verurteilt wurde. Er entzog sich seiner Haftstrafe im Jahr 2023 unter dem Vorwand, seine Mutter verabschieden zu dürfen – und ist seitdem untergetaucht. Die Taten ereigneten sich 2019 bei religiösen Veranstaltungen, unter anderem während einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela.

Wer sind die anderen beiden Flüchtigen?

Neben Vilar und Cousido sucht die Polizei weiterhin nach:

  • Alberto Severo de Sousa Madureira
  • José Manuel Canela Vázquez

Details zu diesen beiden Verdächtigen wurden bisher nicht in gleichem Maße veröffentlicht, doch alle vier werden international gesucht.

Polizei bittet um Mithilfe

Die spanische Polizei ruft weiterhin zur Mithilfe der Bevölkerung auf. Auf ihrer Webseite sind Fotos und Fahndungsinformationen zu allen vier verbliebenen Flüchtigen abrufbar. Für Hinweise, die zur Festnahme führen, können Belohnungen ausgesetzt werden.

Liste fast abgearbeitet

Die Liste der meistgesuchten Kriminellen Spaniens ist in nur einem Jahr um mehr als die Hälfte geschrumpft – ein Erfolg für die Sicherheitsbehörden. Doch gerade die verbliebenen Fälle zeigen, wie schwierig Fahndung und Zugriff bei gut vernetzten oder im Ausland untergetauchten Tätern bleiben.

Quellen: Policía Nacional

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