OCU-Bericht 2025: Einkaufen in Spanien bleibt teuer – Frisches Obst und Gemüse sowie Grundnahrungsmittel besonders betroffen

Credit Tara Clark (Unsplash)

Die Organización de Consumidores y Usuarios (OCU) hat ihren aktuellen Jahresbericht zu Supermarktpreisen in Spanien veröffentlicht. Das Ergebnis: Die Preise sind im letzten Jahr um 2,5 % gestiegen – seit 2021 summiert sich der Anstieg bereits auf über 35 %. Trotz einer leichten Entspannung bleibt der Einkaufskorb deutlich teurer, was viele Familien und auch ausländische Residenten im Alltag spüren

Redaktion Spanien Press

Frische Produkte mit stärksten Preissteigerungen

Die größten Preissprünge betreffen die Basis der Mittelmeer-Diät:

  • Obst und Gemüse: +8,2 %

  • Fleisch: +7 %

  • Fisch: +3,4 %

Besonders deutlich: Kaffee (+54,1 %), Bananen (+35,9 %), Zitronen (+33 %) und Eier (+29,8 %).

Einige Produkte sind allerdings günstiger geworden: Olivenöl (–53 %), Zucker (–25,7 %) und Orangensaft (–23,7 %).

Sparen wird schwieriger

Im Schnitt können spanische Haushalte bis zu 1.132 Euro pro Jahr sparen, wenn sie beim günstigsten Anbieter einkaufen. Das entspricht 18 % der jährlichen Ausgaben (6.259 Euro). Doch der Unterschied schrumpft: Das Sparpotenzial liegt 141 Euro niedriger als im Vorjahr.

Die Unterschiede hängen stark vom Wohnort ab:

  • In Madrid kann man theoretisch bis zu 4.270 Euro im Jahr sparen.

  • In Roquetas de Mar (Andalusien) beträgt die Differenz nur 242 Euro.

Günstigste und teuerste Ketten

Laut OCU sind die preiswertesten Supermärkte Spaniens:

  • Supermercados Dani

  • Alcampo

  • Tifer

  • Family Cash

  • Súper Carmela

Die teuersten Ketten:

  • Sánchez Romero

  • Supercos

  • Sorli Discount

  • Plaza

  • El Corte Inglés

Regionen und Städte im Vergleich

  • Am günstigsten: Comunidad Valenciana, Murcia, Galicien, Extremadura, Andalusien.

  • Am teuersten: Balearen, Katalonien, Baskenland.

Preiswerte Städte: Sanlúcar de Barrameda (Cádiz) und Torrent (Valencia), außerdem Córdoba, Utrera, Gandía oder Alcoy.
Teure Hotspots: Pozuelo de Alarcón und Majadahonda (Madrid), Cerdanyola, Castelldefels und Cornellà (Barcelona), Ibiza und Las Palmas, sowie Getxo (Baskenland).

OCU fordert Maßnahmen

Die Verbraucherorganisation ruft die spanische Regierung auf, schnell zu handeln:

  • Mehrwertsteuer-Senkung auf Grundnahrungsmittel, auch für Fleisch und Fisch.

  • Erweiterte Hilfen für Familien in schwieriger Lage.

  • Kontrolle durch CNMC und Landwirtschaftsministerium, damit sinkende Produktionskosten auch beim Verbraucher ankommen – so schnell wie einst die Preiserhöhungen.


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