An der spanischen Mittelmeerküste bereitet sich die Bevölkerung auf eine erneute Hitzewelle vor. Die staatliche Wetterbehörde AEMET hat für Teile der Costa Blanca eine orange Hitzewarnung herausgegeben. Erwartet werden Temperaturen, die lokal bis an die Marke von 40 Grad Celsius heranreichen können.
Redaktion Spanien Press
von Marlon Gallego Bosbach
Die Warnstufe orange weist auf eine erhebliche Wetter- und Gesundheitsbelastung hin und betrifft insbesondere Risikogruppen wie ältere Menschen, Kinder sowie Personen mit chronischen Erkrankungen.
Hitzewelle breitet sich über große Teile Spaniens aus
Die aktuelle Wetterlage ist nicht auf die Region an der Costa Blanca beschränkt. Vielmehr handelt es sich um eine landesweit ausgeprägte Hitzewelle, die sich in weiten Teilen Spaniens bemerkbar macht. Besonders betroffen sind dabei sowohl Küstenregionen als auch das Landesinnere, wo die Temperaturen teilweise noch höher ausfallen können.
Meteorologische Modelle gehen davon aus, dass die Höchstwerte in vielen Regionen zwischen 38 und 40 Grad liegen werden. Lokal sind sogar Spitzenwerte darüber hinaus möglich, insbesondere in abgeschirmten oder besonders trockenen Gebieten.
Belastung für Gesundheit und Infrastruktur
Die Behörden warnen vor den typischen Risiken extremer Hitzeperioden. Dazu zählen unter anderem Kreislaufprobleme, Dehydrierung und ein erhöhtes Risiko für Hitzschläge. Auch das öffentliche Leben kann durch die hohen Temperaturen eingeschränkt werden, etwa durch verstärkte Nutzung von Klimaanlagen und eine erhöhte Belastung des Stromnetzes.
Zudem steigt bei anhaltender Trockenheit die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden deutlich an. Bereits geringe zusätzliche Faktoren wie Wind können die Lage in solchen Phasen verschärfen.
Wetterdienst ruft zur Vorsicht auf
Die spanischen Wetterdienste empfehlen, direkte Sonneneinstrahlung während der heißesten Tageszeiten zu vermeiden, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und körperliche Aktivitäten im Freien möglichst zu reduzieren. Besonders gefährdete Personen sollen verstärkt auf kühle Umgebungen achten.
Die orange Warnstufe signalisiert dabei, dass die Situation nicht nur unangenehm, sondern potenziell gefährlich werden kann, wenn keine entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.
Trend zu intensiveren Sommern
Meteorologen beobachten seit mehreren Jahren eine Zunahme von intensiven Hitzewellen in Spanien. Diese treten häufiger auf, beginnen teilweise früher im Jahr und halten länger an als in früheren Jahrzehnten.
Als Ursachen werden unter anderem klimatische Veränderungen sowie großräumige Wetterlagen genannt, die heiße Luftmassen aus Nordafrika in den Mittelmeerraum transportieren.
