1. Dezember 2025
Lesezeit 1 Minute

Regen, Schnee und Frost zum Dezemberstart

Credit Daniel Ramos

Ein dynamischer Wetterumschwung markiert den Auftakt in den Dezember: Mehrere atlantische Tiefdruckgebiete erreichen in kurzer Abfolge die Iberische Halbinsel und bringen flächendeckende Niederschläge, Temperaturstürzeund früh-winterliche Bedingungen in zahlreiche Regionen des Landes – eine Konstellation, die eher an den Hochwinter erinnert

Redaktion Spanien Press

Die Fronten ziehen vom Atlantik ostwärts und treffen den Nordwesten besonders intensiv. In Galicia werden die höchsten Niederschlagsmengen erwartet, während sich der Mittelmeerraum auf ein deutlich trockeneres und frontschwächeres Muster einstellen muss. Diese Einschätzung deckt sich mit den aktuellen Vorhersagen der spanischen Wetterbehörde AEMET.

Deutlicher Temperatursturz

Der erste meteorologische Wintertag der Saison bringt vielerorts eiskalte Nächte. Besonders im Landesinneren fallen die Minimumwerte in den negativen Bereich. In den Provinzhauptstädten Ávila und Soria werden -4 °C prognostiziert. Burgos, Cuenca und León erreichen -3 °C. Schwache bis mäßige Fröste sind zudem im Umfeld der Meseta Norte und in Berggebieten sehr wahrscheinlich – in höheren Lagen lokal auch moderat.

Regen über weiten Teilen des Landes

Am Dienstag erreicht ein weiterer Frontdurchgang die Halbinsel. In zahlreichen Regionen – darunter Teile des Baskenlands, die nördliche Hochebene, Extremadura, das westliche Andalusien sowie die Hochlagen der Pyrenäen – werden Regenmengen über 10 l/m² erwartet. Diese Niederschläge breiten sich zunächst im Nordwesten aus und erreichen im Tagesverlauf immer größere Landesteile.

Schnee als Hauptdarsteller in den Gebirgen

In den Pyrenäen erwartet man bis zum Freitag Neuschneezuwächse zwischen 30 und 40 cm, lokal in den höchsten Lagen auch mehr. Die Cordillera Cantábrica könnte in begünstigten Zonen 20 bis 30 cm Schnee ansammeln. Der markante Kälteeinbruch erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Schneedecke in den Höhenlagen in den kommenden Tagen weiter verfestigt.

Polarjet mit ausgeprägtem Mäander

Die derzeitige Wetterdynamik wird von einem stark ausschlagenden Polarjet beeinflusst – ein Effekt atmosphärischer Rossby-Wellen, die für Kaltluftvorstöße und schnelle Wetterwechsel sorgen. Begleitend sind teils stürmische Windböenmöglich, die den Eindruck eines abrupten Winterbeginns weiter verstärken.

Inseln und Küsten im Einflussbereich

Auch die Baleares könnten lokal kräftigere Schauer erleben, wenn auch deutlich punktueller als im Landesinneren. In Küstenregionen zwischen Kap Nao und der Straße von Gibraltar sind nächtliche Niederschlagszellen mit erhöhter Intensität nicht vollständig auszuschließen.
Im Norden der Islas Canarias werden leichte Regenfälle erwartet, während im restlichen Archipel ein Mix aus Wolken und Auflockerungen dominiert.


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