Redaktion Spanien Press
Trotz des Fehlens einer offiziellen Hitzewelle hat die extreme Sommerhitze in Spanien im vergangenen Juli 1.060 Todesopfer gefordert. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Mortalitätsüberwachungssystems MoMo hervor. Im Vergleich zum Juli 2024 bedeutet das einen Anstieg von 57 %.
Die Zahlen überraschen, denn der Juli galt bislang als verhältnismäßig „milder“ Sommermonat. Doch Experten weisen darauf hin, dass die nachwirkenden Effekte der Hitzewelle Ende Juni sowie mehrere ungewöhnlich heiße Tage im Juli eine hohe Belastung für vulnerable Bevölkerungsgruppen darstellten – insbesondere für ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen.
Spanien steht damit erneut vor einer stillen, aber alarmierenden Folge des Klimawandels: selbst ohne offizielle Extremereignisse führt die anhaltende Hitze zu einem spürbaren Anstieg der hitzebedingten Sterblichkeit.
Die nationale Wetteragentur AEMET warnt bereits seit Jahren, dass Hitzewellen künftig häufiger, intensiver und länger andauernd auftreten werden – vor allem im Süden und im Landesinneren.
