6 de August de 2025
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Waldbrände in Tarifa, Galicien und Frankreich: Wind erschwert Löscharbeiten – über 1.500 Evakuierte in Spanien, Grenzübergang nach Spanien gesperrt

In Spanien wüten mehrere Brände in touristischen und ländlichen Gebieten. Besonders betroffen sind Andalusien und Galicien. Der Wind verschärft die Lage. Auch in Frankreich brennt es – die A9 ist bei Perpignan gesperrt.

Redaktion Spanien Press 

Spanien steht erneut im Zeichen der Flammen. Zwei aktive Waldbrände – einer in Tarifa (Cádiz) und ein weiterer in Galicien – bereiten den Behörden große Sorgen. Besonders kritisch: Die Feuer breiten sich in stark besuchten Gebieten aus, während wechselnde Winde die Löscharbeiten erheblich erschweren. In Südfrankreich hat sich der bislang größte Brand des Jahres entfacht – mit grenzüberschreitenden Folgen.

Tarifa: 1.550 Menschen evakuiert und über 5.000 Fahrzeuge in Sicherheit gebracht

Im Naturpark des Estrecho bei Tarifa brach am Dienstagnachmittag gegen 16:13 Uhr ein Brand aus, offenbar ausgelöst durch das Feuer in einem Wohnmobil. Die Flammen griffen rasch um sich und zwangen die Behörden zur Evakuierung von 1.550 Personen aus sechs Hotels, vier Campingplätzen und zwei Strandbars, die in der Hochsaison voll belegt waren. Mehr als 5.000 Fahrzeuge mussten ebenfalls in kürzester Zeit in Sicherheit gebracht werden.

Das Feuer ist weiterhin aktiv und als Notfall der Stufe 1 eingestuft. Rund 125 Einsatzkräfte – darunter Waldbrandbekämpfer, Techniker, BRICA-Spezialeinheiten und Logistikpersonal – sind vor Ort im Einsatz. Die Regionalregierung von Andalusien ruft dringend dazu auf, das Gebiet zu meiden: „Dies ist kein Moment für Schaulustige.“

Galicien: Brandstiftung bei Ponteceso – Notstand ausgerufen

Auch im Norden Spaniens bleibt die Lage angespannt. In den Gemeinden Ponteceso und Camariñas (Provinz A Coruña) brannten bislang rund 110 Hektar Waldfläche. Die Brände wurden als Notfall der Stufe 2 eingestuft, die Militärische Notfalleinheit UME ist im Einsatz.

Laut María José Gómez, der galicischen Ministerin für ländliche Entwicklung, handelt es sich beim Brand in Ponteceso um vorsätzliche Brandstiftung. Vier Feuerherde wurden gleichzeitig in der Nähe von Wohnhäusern entdeckt. Die Ministerin sprach von einem regelrechten „Anschlag“. Die Dörfer Corme Aldea und Guxín mussten in der Nacht vorsorglich evakuiert werden.

Ein weiterer Brand ist in der Gemeinde A Fonsagrada (Lugo) aktiv und betrifft rund 90 Hektar.

Weitere Brände in Spanien und Frankreich

Neben den Bränden in Galicien und Andalusien bereitet auch ein Feuer in Obanos (Navarra) Sorge, das inzwischen unter Kontrolle ist. In Olleros de Alba (León) kämpfen Feuerwehr und Einsatzkräfte seit der Nacht gegen einen neuen Brandherd.

In Südfrankreich ist der bislang größte Brand des Jahres ausgebrochen: 11.000 Hektar sind betroffen, mindestens eine Person kam ums Leben. Der Rauch erreichte am Mittwochvormittag innerhalb von 30 Minuten den Norden Kataloniens. Die Autobahn AP-7 ist auf französischer Seite gesperrt: Laut dem Servei Català de Trànsit wurde der Abschnitt der A9 bei Perpignan vollständig geschlossen. Französische Behörden rufen dazu auf, Reisen in das betroffene Gebiet zu vermeiden.


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