Ein verheerender Waldbrand hat am Dienstagnachmittag das beliebte Feriengebiet Torre de la Peña bei Tarifa erschüttert. Das Feuer brach ersten Angaben zufolge gegen 15 Uhr in einem Wohnwagen auf dem Campingplatz Torre de la Peña aus und breitete sich rasch aus – angefacht vom starken Levante-Wind, der an der Küste wehte
Redaktion Spanien Press
Die andalusischen Behörden riefen um 16:58 Uhr die Notfallstufe 1 des Plan Infoca aus, dem offiziellen Notfallplan zur Waldbrandbekämpfung in Andalusien. Hunderte Urlauber und Anwohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Nach offiziellen Schätzungen wurden über 5.000 Fahrzeuge evakuiert.
Trabajamos en la extinción del incendio forestal de Tarifa con dos aviones Canadair de los destacamentos de Málaga y Badajoz.#IFTarifa pic.twitter.com/mKQVmTDnV5
— 43 Grupo de FF.AA. (@43grupo_ea) August 5, 2025
Zu den betroffenen Einrichtungen zählen neben dem Campingplatz auch zahlreiche Hotels, darunter Punta Sur, La Torre, Tres Mares, Copacabana und Dulce Nombre, sowie die bekannten Strandbars El Tumbao und Tangana. Auch mehrere Wohnsiedlungen wie Valdevaqueros, Casas de Porro und Casas de San Mateo wurden vorsorglich geräumt.
Die Nationalstraße N-340 wurde zwischen Kilometer 71 und 80 komplett gesperrt, um den Einsatzkräften ungehinderten Zugang zu ermöglichen. Zwei Informationszentren wurden für Betroffene eingerichtet: in der Sporthalle La Marina am Ortseingang von Tarifa und in der nahegelegenen Ortschaft Facinas.
Der Einsatz zur Brandbekämpfung ist massiv:
17 Luftfahrzeuge – darunter schwere und mittlere Hubschrauber, Amphibienflugzeuge und Koordinationsflugzeuge – sowie spezialisierte Bodeneinheiten, Umwelttechniker und medizinische Notfallteams wurden mobilisiert.
Der Brand sorgt nicht nur für dichten Rauch, der bis in andere Orte der Provinz Cádiz zieht, sondern auch für besorgniserregende Bilder aus der beliebten Bucht von Valdevaqueros, wo Touristen auf den Stränden eine riesige Rauchsäule beobachten konnten.
Laut dem Rathaus von Tarifa ist das Feuer weiterhin nicht vollständig unter Kontrolle. Die Behörden rufen dazu auf, die betroffene Region zu meiden und ausschließlich den Anweisungen offizieller Stellen zu folgen.
