Der Fall von Pilar Pérez zeigt, wie das spanische Mietrecht Vermieter benachteiligt.
Nach fünf Jahren ohne Zahlung und mit massiven Schäden konnte sie ihre Wohnung endlich zurückerhalten
Redaktion Spanien Press
Der Fall von Pilar Pérez aus der galicischen Stadt A Coruña sorgt erneut für Empörung: Nach fünf Jahren, in denen sie keine Miete erhielt, die Nebenkosten jedoch weiterhin zahlen musste, hat sie endlich ihre Wohnung zurückbekommen. Doch was sie vorfand, war schockierend: Schimmel, zerstörte Möbel, Unrat – und ein offen gelassener Gasanschluss, der beinahe zur Katastrophe geführt hätte.
Gesetze, die Eigentümer schutzlos lassen
Wie in vielen ähnlichen Fällen beruft sich die ehemalige Mieterin – oder Inquiokupa, wie der Volksmund sagt – auf die spanische Gesetzgebung, die in Mietkonflikten häufig die Schuld beim Vermieter sucht. Die aktuelle Ley de Arrendamientos Urbanos (LAU) schützt Mieter in Konfliktsituationen stark, selbst wenn diese seit Jahren keine Zahlungen leisten. Gerichtliche Räumungsverfahren können sich jahrelang hinziehen, während Eigentümer sämtliche Fixkosten weitertragen müssen – und praktisch machtlos sind.
In den Augen vieler Betroffener verschiebt die Gesetzeslage die Verantwortung einseitig auf die Eigentümer. Diese müssen den Rechtsweg bis zum Ende beschreiten, finanzielle Verluste tragen und oftmals zusehen, wie ihre Immobilie verwahrlost. In Pilares Fall wurde der Räumungstermin sogar kurzfristig verschoben – trotz gültigen Urteils.
„Ein Albtraum“
Pilar Pérez ist erleichtert, doch emotional erschöpft. „Ich bin glücklich, aber es tut weh. Mein Mann hat die Wohnung liebevoll renoviert, und jetzt sieht sie aus wie ein Schweinestall“, sagt sie unter Tränen. Besonders verstörend: Die Ex-Mieterin lebte dort mit einem Kind – unter Zuständen, die Pilar als „unwürdig und gefährlich“ bezeichnet. Sie fragt sich, wie die Sozialbehörden das dulden konnten.
Ihr Anwalt hat angekündigt, wegen Sachbeschädigung und Nötigung Anzeige zu erstatten.
Der Preis eines übertriebenen Mieterschutzes
Genau diese gesetzliche Schieflage ist laut Experten mitverantwortlich dafür, dass viele Eigentümer in Spanien ihre Wohnungen gar nicht mehr im traditionellen Mietmarkt anbieten. Aus Angst vor zahlungsunfähigen oder problematischen Mietern und jahrelangen Rechtsstreitigkeiten entscheiden sich viele stattdessen für touristische Vermietung oder lassen ihre Immobilien einfach leer stehen. Das trägt wiederum zur Wohnungsknappheit in Städten wie Sevilla, Barcelona oder Madrid bei – und verschärft die soziale Wohnungsfrage noch mehr.

wir hatten mal so einen Fall auf Mallorca.
Wir hatten Glück und konnten den Stromzähler ausbauen….Ist illegal aber wirkungsvoll….und schon war diese Mieterin draußen. Ohne Strom kein Fernseher, kein Händy laden und und und.
Das spanische Recht schützt Ocupados und Mietnomaden….. ! Aber nicht die Eigentümer…..ist so !