3. Juli 2026
Lesezeit 2 Minuten

Spanien steuert auf extreme Hitzewelle zu: Temperaturen von bis zu 42 Grad erwartet

Die Hitzewelle rollt über Spanien: Besonders in den Mittagsstunden wird vor erheblichen Gesundheitsrisiken gewarnt (Credit: Lawrence Krowdeed/Unsplash)

Spanien muss sich auf ein außergewöhnlich heißes Wochenende einstellen. Nach Angaben der staatlichen Wetterbehörde AEMET deutet alles darauf hin, dass sich über weiten Teilen der Iberischen Halbinsel eine neue Hitzewelle entwickelt. Bereits ab Freitag steigen die Temperaturen deutlich an, ihren Höhepunkt soll die Wetterlage am Sonntag und Montag erreichen.

Redaktion Spanien Press

Meteorologen rechnen in zahlreichen Regionen mit Tageshöchstwerten zwischen 38 und 42 Grad. Besonders betroffen sind die Flusstäler des Tajo, Guadiana und Guadalquivir sowie große Teile des Südwestens und des Ebro-Tals. Sollte sich die aktuelle Prognose bestätigen, könnte Spanien bereits die zweite offizielle Hitzewelle dieses Sommers erleben.

Warnstufen in mehreren Regionen

Die spanische Wetterbehörde hat bereits für zahlreiche Regionen Warnungen ausgesprochen. In Teilen Andalusiens, Extremaduras und Galiciens gilt die orange Warnstufe, die auf eine erhebliche Gesundheitsgefahr durch extreme Hitze hinweist. Weitere Regionen, darunter Madrid, Aragón, Kastilien-La Mancha, Kastilien und León sowie Katalonien, stehen unter gelber Hitzewarnung.

Vor allem während der Mittags- und Nachmittagsstunden kann die Belastung für den menschlichen Körper erheblich werden. Behörden raten deshalb dazu, körperliche Aktivitäten im Freien möglichst zu vermeiden und ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen.

Bis zu 42 Grad möglich

Bereits am Freitag werden im Westen Galiciens Temperaturen zwischen 36 und 39 Grad erwartet. Im Südwesten Spaniens steigen die Werte auf 38 bis 40 Grad. Auch im Ebro-Tal sowie auf der südlichen Meseta werden vielerorts bis zu 38 Grad prognostiziert.

Am Sonntag dürfte die Hitze ihren Höhepunkt erreichen. Dann werden in weiten Teilen des Landes Höchstwerte zwischen 36 und 38 Grad gemessen. In den Flusstälern von Tajo, Guadiana und Guadalquivir sind örtlich sogar Temperaturen von bis zu 42 Grad möglich. Einzelne Wettermodelle schließen in besonders heißen Regionen sogar noch höhere Werte nicht aus.

Heiße Nächte erschweren die Erholung

Nicht nur tagsüber bleibt es außergewöhnlich warm. Auch nachts kühlen viele Regionen kaum noch ab. In zahlreichen Städten werden Tiefsttemperaturen von über 22 bis 24 Grad erwartet. Lokal könnten die Werte sogar über 25 Grad liegen.

Solche sogenannten tropischen beziehungsweise teilweise sogar „torriden“ Nächte erschweren die körperliche Erholung erheblich und erhöhen insbesondere für ältere Menschen und gesundheitlich vorbelastete Personen das Risiko hitzebedingter Beschwerden.

Ursache ist heiße Luft aus dem Süden

Verantwortlich für die Wetterentwicklung ist eine Kombination aus einem kräftigen Hochdruckgebiet über der Iberischen Halbinsel und einer DANA westlich von Portugal. Dadurch wird sehr trockene und heiße Luft nach Spanien geführt. Gleichzeitig sorgen intensive Sonneneinstrahlung und nur schwache Winde dafür, dass sich die Luftmassen zusätzlich aufheizen.

Diese Wetterkonstellation begünstigt eine mehrere Tage andauernde Hitzeperiode und erhöht zugleich die Waldbrandgefahr erheblich. Besonders in den trockenen Regionen des Südens und Südwestens beobachten die Behörden die Entwicklung aufmerksam.

Entspannung frühestens Mitte der Woche

Nach derzeitigen Prognosen könnte ab Dienstag zunächst im Nordwesten Spaniens eine leichte Abkühlung einsetzen. In vielen Regionen des Südens, Ostens und im Landesinneren dürfte die extreme Hitze jedoch bis mindestens Mittwoch anhalten. Erst danach rechnen Meteorologen mit einer langsamen Normalisierung der Temperaturen, die vielerorts dennoch weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt liegen werden.

Bereits außergewöhnlich heißer Sommer

Die aktuelle Wetterlage reiht sich in einen bislang außergewöhnlich heißen Sommer ein. Schon der Juni gehörte zu den wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Klimaforscher beobachten seit Jahren eine deutliche Zunahme lang anhaltender Hitzeperioden auf der Iberischen Halbinsel. Entsprechend wächst auch die Belastung für Mensch, Natur und Infrastruktur.

Die Behörden appellieren daher an Einwohner und Urlauber, die offiziellen Wetterwarnungen zu beachten, direkte Sonneneinstrahlung während der heißesten Tageszeit zu meiden und besonders auf Kinder, ältere Menschen sowie chronisch Kranke zu achten. Auch das Risiko für Waldbrände bleibt aufgrund der Kombination aus Hitze, Trockenheit und teilweise trockenen Gewittern auf einem hohen Niveau.

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