26. August 2026
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Spanien vor dem nächsten Wettersturz: Polarluft bringt Ende August überraschend kühle Temperaturen

Wetterumschwung in Spanien: Regen, Gewitter und deutlich kühlere Temperaturen sorgen in den kommenden Tagen für einen markanten Wechsel (Credit: Lala Azizli/Unsplash)

Der Sommer legt erneut eine Pause ein: Nach den zuletzt hohen Temperaturen kündigt sich in Spanien bereits der nächste markante Wetterwechsel an. Ab Donnerstag bringt eine atlantische Tiefdrucklage zunächst Regen und Gewitter, anschließend strömt deutlich kühlere Luft auf die Iberische Halbinsel. Besonders am Freitag könnten die Temperaturen für Ende August ungewöhnlich niedrig ausfallen.

Redaktion Spanien Press

von Marlon Gallego Bosbach

Spanien erlebt in diesen Tagen erneut einen auffälligen Wetterwechsel. Während im Osten und Südosten der Halbinsel teilweise noch hochsommerliche Temperaturen von deutlich über 35 Grad erreicht werden, hat sich im Nordwesten bereits eine deutlich unbeständigere Wetterlage etabliert.

Nun zeichnet sich die nächste Veränderung ab: Eine Tiefdruckzone im Umfeld des Nordwestens der Iberischen Halbinsel bringt mehrere Fronten und instabile Wetterlinien mit sich. Nach kräftigen Regenfällen und Gewittern folgt ein deutlicher Temperatursturz.

Von Regen und Gewittern zur Polarluft

Der Wetterumschwung beginnt zunächst mit Niederschlägen, bevor sich die kältere Luftmasse im weiteren Verlauf über weite Teile des Landes ausbreitet. Besonders betroffen ist zunächst der Nordwesten. In Galicien werden lokal sehr kräftige Niederschläge erwartet.

Nach aktuellen Prognosen könnten in den westlichen Bereichen der Provinzen A Coruña und Pontevedra örtlich sogar Mengen von rund 150 Litern pro Quadratmeter oder mehr zusammenkommen. Auch Gewitter und kräftige Windböen sind möglich.

Hinter der Wetterfront dreht die Strömung und führt deutlich kühlere Luft nach Spanien. Meteorologen erwarten deshalb ab Donnerstag einen nahezu landesweiten Rückgang der Temperaturen, der am Freitag seinen Höhepunkt erreichen dürfte.

Der Temperatursturz fällt regional deutlich aus

Wie stark der Wechsel ausfällt, zeigt ein Blick auf einzelne Regionen. In Madrid sollen die Temperaturen am Donnerstag voraussichtlich nicht über etwa 25 Grad steigen. In Toledo werden rund 27 Grad erwartet.

Noch auffälliger ist die Entwicklung im Südosten. In Albacete geht es von rund 34 Grad am Mittwoch auf nur noch etwa 28 Grad am Freitag. In Murcia fällt der Unterschied noch deutlicher aus: Dort werden am Donnerstag zunächst noch 36 bis 37 Grad erwartet, während die Höchsttemperatur am Freitag nur noch bei ungefähr 27 Grad liegen könnte.

Damit liegen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Tagen regional rund zehn Grad Unterschied.

Auch die Nächte werden deutlich frischer

Nicht nur die Höchstwerte verändern sich. Besonders im Landesinneren dürften auch die Nächte deutlich kühler werden.

In höher gelegenen Regionen können die Tiefsttemperaturen teilweise unter zehn Grad fallen. Damit entsteht Ende August ein ungewöhnlicher Kontrast: Während einige Regionen am Donnerstag noch unter sommerlicher Hitze leiden, kann es nur 24 bis 48 Stunden später in Teilen des Landes bereits ausgesprochen frisch werden. Vor allem im Norden und im zentralen Landesinneren ist der Unterschied spürbar.

Nicht ganz Spanien wird gleichzeitig kalt

Trotz des angekündigten Temperatursturzes bleibt die Wetterlage regional sehr unterschiedlich. Im östlichen Kantabrischen Raum und im Ebro-Tal können die Temperaturen zunächst sogar noch einmal deutlich steigen. Verantwortlich dafür sind südliche Winde, die vorübergehend warme Luft in diese Regionen transportieren.

Auch an Teilen der Mittelmeerküste und im Südosten bleibt die Hitze zunächst stärker präsent. Erst mit dem weiteren Vorrücken der kühleren Luftmasse breitet sich der Temperatursturz auf immer größere Teile Spaniens aus.

Donnerstag und Freitag werden alles andere als sommerlich

Am Donnerstag breitet sich die Wetterfront weiter über die Iberische Halbinsel aus. Regen, Gewitter und teils kräftiger Wind begleiten den Wetterwechsel, während die Temperaturen in vielen Regionen bereits spürbar zurückgehen.

Besonders am Freitag erreicht die kühlere Luftmasse weite Teile des Landes, sodass der angekündigte Temperatursturz dann deutlich zu spüren sein dürfte. Der Kälteeinbruch fällt voraussichtlich jedoch nur kurz aus. Bereits zum Wochenende könnte sich die Wetterlage wieder beruhigen und die Temperaturen vielerorts erneut deutlich ansteigen.

Ende des Sommers?

Auch wenn die aktuellen Temperaturen teilweise fast herbstlich wirken können, bedeutet der Wetterumschwung nicht das Ende des Sommers. Vielmehr zeigt sich erneut, wie wechselhaft die Wetterlage in der zweiten Augusthälfte sein kann. Nach den extrem warmen Phasen sorgt die atlantische Wetterlage nun für einen deutlichen Gegenpol.

Der Blick auf die kommenden Tage zeigt deshalb vor allem eines: Spanien erlebt innerhalb kürzester Zeit einen ungewöhnlich starken Wechsel zwischen Sommerhitze, Unwettern und deutlich kühleren Temperaturen. Und der Temperatursturz kommt diesmal nicht erst irgendwann in der kommenden Woche – bereits Donnerstag und Freitag wird er in weiten Teilen des Landes spürbar.

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