7 de Oktober de 2025
Lesezeit 1 Minute

Spaniens Tourismus behauptet seine Stärke

Credit Rich Smith (Unsplash)

Der vergangene Sommer bestätigte die anhaltende Stärke des spanischen Tourismus. Laut einer Analyse von CaixaBank Research blieb nicht nur der internationale Zustrom von Besuchern auf einem soliden Niveau, sondern es zeigten sich auch Veränderungen in der Herkunft der Reisenden. Besonders hervorzuheben ist der deutliche Zuwachs an Touristen aus Japan und Lateinamerika, die die leichte Abschwächung einiger europäischer Märkte ausglichen

Redaktion Spanien Press

Über 25 Millionen Touristen in den Sommermonaten

Zwischen Juli und September empfing Spanien mehr als 25 Millionen internationale Touristen, ein Anstieg von 6 % im Jahresvergleich. Diese Besucher gaben fast 35 Milliarden Euro aus – ein Plus von 9 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2024.

Aufschwung aus Japan und Lateinamerika

Eine der auffälligsten Entwicklungen war der starke Anstieg der Besucherzahlen aus Japan. Dieser Markt hatte länger gebraucht, um das Vorkrisenniveau zu erreichen, erlebte jedoch 2025 einen deutlichen Aufschwung – dank der Wiederaufnahme von Langstreckenflügen und eines kulturellen wie kulinarischen Angebots, das bei japanischen Reisenden großen Anklang findet.

Ebenso legten Touristen aus Lateinamerika kräftig zu. Länder wie Mexiko, Kolumbien, Brasilien und Argentinien sorgten für Tausende zusätzliche Besucher, begünstigt durch verbesserte Flugverbindungen und das wachsende Interesse an Zielen wie Madrid, Barcelona und Andalusien.

Europäische Märkte moderater

Im Gegensatz zu diesem Aufschwung zeigten sich einige traditionelle europäische Märkte – wie Deutschland und das Vereinigte Königreich – deutlich verhaltener, belastet durch Inflation und wirtschaftliche Unsicherheit. Frankreich und Portugal hielten hingegen ein stabiles Besucherniveau.

Mehr Gesamtausgaben, aber Gefühl der Verlangsamung

Trotz des Anstiegs bei Besucherzahlen und Gesamtausgaben ist im Sektor eine Wahrnehmung der Verlangsamungspürbar. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Das Wachstum war zwar positiv, aber deutlich moderater als in den Boomjahren der Post-Pandemie.

  • Die durchschnittlichen Ausgaben pro Tourist stiegen nur um 2 %, was zeigt, dass viele Reisende angesichts höherer Preise ihr Budget straffer kalkulierten.

  • Die für Spanien besonders wichtigen europäischen Märkte entwickelten sich schwächer, was den Gesamtdynamik bremste.

  • Auch der nationale Tourismus schwächte sich ab, da mehr Spanier ins Ausland reisten.

Tourismus als Wirtschaftsmotor

Trotz dieser moderaten Entwicklung bleibt der Tourismus ein zentraler Motor der spanischen Wirtschaft und trägt inzwischen mehr als 13 % zum nationalen BIP bei.

Ausblick

Für das kommende Jahr setzt die Branche darauf, dass die Diversifizierung der Herkunftsmärkte – vor allem durch den Schub aus Asien und Lateinamerika – das Wachstum stützt, selbst in einem Umfeld wirtschaftlicher Abkühlung in Europa.


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