Nach den US-amerikanischen Militärschlägen gegen Venezuela positioniert sich Spanien als moderierende Stimme innerhalb Europas. Die Regierung in Madrid ruft zur Deeskalation auf und signalisiert ihre Bereitschaft, aktiv an einer politischen und friedlichen Lösung der Krise mitzuwirken
Redaktion Spanien Press
Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte, Spanien verfolge die Entwicklungen in Venezuela „mit größter Aufmerksamkeit“. Zugleich appellierte er an alle beteiligten Akteure, das Völkerrecht sowie die Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen zu respektieren – ein klares Signal für einen diplomatischen Ansatz in einer zunehmend angespannten Lage.
Nach Angaben der spanischen Regierung sind die diplomatischen Vertretungen Spaniens in Venezuela weiterhin einsatzfähig. Das Außenministerium beobachtet die Situation vor Ort genau und steht insbesondere mit Blick auf die Sicherheit der betroffenen Bevölkerung sowie der spanisch-venezolanischen Gemeinschaften in engem Austausch mit seinen Partnern.
In einem offiziellen Kommuniqué bekräftigte das spanische Außenministerium, dass Spanien bereit sei, „seine guten Dienste anzubieten, um eine friedliche und verhandelte Lösung der aktuellen Krise zu fördern“. Außenminister José Manuel Albares koordiniert das weitere Vorgehen eng mit den Partnerstaaten der Europäischen Union sowie mit Ländern Lateinamerikas.
El Gobierno de España está haciendo un seguimiento exhaustivo de los acontecimientos en Venezuela. Nuestra embajada y consulados están operativos.
Hacemos un llamamiento a la desescalada y a la responsabilidad. Hay que respetar el Derecho Internacional y los principios de la…
— Pedro Sánchez (@sanchezcastejon) January 3, 2026
Bereits kurz nach Bekanntwerden der US-Luftangriffe auf Ziele in Caracas hatte Albares den Krisenstab seines Ministeriums einberufen. Ziel sei es, die diplomatischen Optionen auszuloten und mögliche Auswirkungen auf die regionale Stabilität frühzeitig zu bewerten.
Darüber hinaus führte der spanische Außenminister Gespräche mit dem venezolanischen Oppositionsführer Edmundo González, der sich derzeit in Spanien aufhält. Spanien hatte dessen Ausreise aus Venezuela zuvor diplomatisch unterstützt. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die politische Zukunft des Landes und Wege zur Vermeidung einer weiteren Eskalation.
Mit dieser Haltung unterstreicht Spanien seine Rolle als Brückenbauer zwischen Europa und Lateinamerika – und setzt in einer hochsensiblen geopolitischen Phase auf Dialog, internationale Abstimmung und Diplomatie statt militärischer Zuspitzung.
