3 de Januar de 2026
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Aemet warnt vor Schneefällen in weiten Teilen Spaniens bis Dienstag

Madrid Credit Matt Dany (Unsplash)

Spanien steht vor einer markanten winterlichen Wetterlage. Der staatliche Wetterdienst Aemet hat eine Sonderwarnung vor Schneefällen herausgegeben, die den Zentralraum sowie den Norden und Osten der Iberischen Halbinsel von Sonntag, dem 4., bis Dienstag, dem 6. Januar, betreffen wird. Die Eintrittswahrscheinlichkeit liegt zwischen 40 und 70 Prozent

Redaktion Spanien Press

Trotz bestehender Unsicherheiten in den Prognosen geht Aemet davon aus, dass Montag, der 5. Januar, den Höhepunkt des Wintereinbruchs markieren wird, mit den intensivsten Schneefällen.

Zusammenprall der Luftmassen als Auslöser

Die Wetterlage wird durch ein komplexes Zusammenspiel atmosphärischer Systeme bestimmt. Einerseits nähert sich das abgeschnürte Kaltlufttief Francis dem Golf von Cádiz und führt warme, feuchte subtropische Luft in den Südwesten Spaniens. Gleichzeitig dringt eine sehr kalte Luftmasse arktischen Ursprungs von Norden her vor, begünstigt durch ein stationäres Tief über Skandinavien und Hochdruckgebiete im Nordatlantik.

Dieser Zusammenstoß der Luftmassen erzeugt einen Nordwindkorridor, der einen deutlichen Temperatursturz sowie Schneefälle bis in ungewöhnlich tiefe Lagen begünstigt.

Starkregen im Süden und rascher Absinken der Schneefallgrenze

Am Sonntag, dem 4. Januar, wird sich das Tiefdrucksystem weiter Richtung Mittelmeer verlagern. Gleichzeitig verstärkt sich die feuchte Ostströmung, was zu sehr intensiven Niederschlägen im Süden und Südosten Spaniensführen kann. In Regionen wie der Straße von Gibraltar, der Provinz Málaga und rund um das Kap Nao sind mehr als 80 Liter pro Quadratmeter innerhalb von zwölf Stunden möglich.

Parallel dazu sorgt das Vordringen der arktischen Kaltluft für ein rasches Absinken der Schneefallgrenze. Schneefälle können in allen Höhenlagen der Kantabrischen Gebirgskette, der nördlichen Iberischen Kordillere, im Osten der Nordmeseta, im Zentralsystem sowie an der Nordseite der Pyrenäen auftreten und sich im Tagesverlauf auch auf die südliche Iberische Kordillere ausweiten.

Montag: der kritischste Tag des Wintereinbruchs

Nach Einschätzung der Aemet wird Montag, der 5. Januar, der problematischste Tag des gesamten Ereignisses sein. Besonders betroffen sind Binnenregionen der östlichen Landeshälfte, wo Schnee nahezu unabhängig von der Höhenlage fallen kann. Auch in tieferen Lagen des Zentrums sind leichte, aber anhaltende Schneefälle möglich.

Ab den Mittagsstunden wird eine Drehung der Winde auf Nord an der kantabrischen Küste zu einer weiteren Intensivierung der Schneefälle führen. Die Schneefallgrenze liegt dann bei 400 bis 600 Metern. In Gebieten wie dem Süden Aragoniens, dem Osten Kastilien-La Manchas, dem Landesinneren der Valencianischen Gemeinschaft sowie in den katalanischen Vorpyrenäen können die Schneehöhen lokal bis zu fünf Zentimeter erreichen.

Dienstag: allmähliche Entspannung der Lage

Für Dienstag, den 6. Januar, erwarten die Meteorologen eine allmähliche Abschwächung des Tiefs Francis, während es sich in Richtung zentrales Mittelmeer verlagert. In der östlichen und südöstlichen Landeshälfte lassen die Schneefälle voraussichtlich bereits in den Morgenstunden nach, während sie in der kantabrischen Region noch anhalten können.

Deutlicher Temperatursturz und verbreitete Frostnächte

Mit dem Zustrom der arktischen Luft kommt es zu einem spürbaren Temperaturabfall. Für Montag und Dienstagwerden verbreitet Frostnächte im Landesinneren erwartet. In den Hochlagen, insbesondere in den Pyrenäen, sind starke Fröste möglich.

Die Aemet rät dazu, die Wetterentwicklung aufmerksam zu verfolgen und besondere Vorsicht im Straßenverkehr sowie bei Reisen und Outdoor-Aktivitäten walten zu lassen.

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