29. Mai 2025 | Spanien – Die beliebtesten Vornamen in Spanien zeigen einen deutlichen Wandel zwischen Tradition und Moderne. Während Antonio und Maria del Carmen laut der aktuellen Volkszählung des spanischen Statistikamts (INE) noch immer die häufigsten Namen im Land sind, dominieren bei Neugeborenen inzwischen andere Favoriten: Hugo und Lucía stehen an der Spitze.
Klassische Namen: Noch verbreitet, aber im Rückzug
Mit über 600.000 Männern namens Antonio und mehr als 620.000 Frauen namens Maricarmen sind diese Namen weiterhin die häufigsten in der Gesamtbevölkerung Spaniens. Auf den weiteren Plätzen bei den Männern folgen Manuel, José, Francisco und David. Bei den Frauen sind María, Carmen, Ana María und Laura weit verbreitet.
Doch diese Namen stammen meist aus früheren Generationen. Die durchschnittliche Trägerin des Namens Maricarmenist heute deutlich älter als die typische Lucía.
Neue Trends: Kurze, moderne und internationale Namen
Bei den Kindern, die seit 2023 geboren wurden, zeigt sich ein ganz anderes Bild:
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Hugo (3.126 Babys) ist der meistvergebene Jungenname.
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Lucía (3.076 Babys) ist Spitzenreiterin bei den Mädchen.
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Weitere beliebte Namen sind Leo, Enzo, Luca, Izan (Jungen) und Mia, Noa, Zoe (Mädchen).
Diese Namen sind kurz, modern und leicht auszusprechen, oft auch international gebräuchlich. Namen aus Serien, Filmen oder der Popkultur setzen sich durch – darunter sogar Figuren aus Game of Thrones oder Attack on Titan wie Arya, Khaleesi, Eren oder Daenerys.
Neue Namen, neue Herkunft
Neben den Klassikern und den modernen Favoriten erscheinen auch völlig neue Namen im spanischen Namensregister – viele mit arabischem oder südasiatischem Ursprung, was den wachsenden Einfluss von Migration widerspiegelt. Beispiele sind Ayzal, Zunaisha, Usayd, Osayd oder Muhammad Zohan – alle gehören zu den Namen mit der niedrigsten Altersdurchschnitt in der Statistik (unter 2 Jahren).
Namen mit Geschichte – und mit Zukunft
Das INE veröffentlicht auch die durchschnittlichen Alterswerte für jeden Namen. So lassen sich Namen identifizieren, die praktisch verschwinden – wie Frumencio oder Acracia (über 80 Jahre im Schnitt) – und andere, die erst ganz neu auftauchen. Die Namenslandschaft in Spanien ist im Wandel – von langen, religiös geprägten Doppelnamen hin zu kurzen, weltlichen und trendigen Varianten.
