29 de September de 2025
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Überschwemmungen, Schulausfälle und Verkehrschaos durch Sturmtief Gabrielle

Credit Miguel Lindo (Unsplash)

Das außertropische Sturmtief Gabrielle hat in der Nacht zum Montag und in den frühen Morgenstunden im Osten Spaniens für ein regelrechtes Chaos gesorgt. Mit roter Unwetterwarnung wegen sintflutartiger Regenfälle zählen die Regionen Valencia, Castellón, Tarragona und Saragossa zu den am stärksten betroffenen Gebieten. Straßen stehen unter Wasser, Menschen mussten aus Fahrzeugen gerettet werden und der öffentliche Verkehr ist massiv beeinträchtigt

Redaktion Spanien Press

Saragossa: Flüsse und Barrancos treten über die Ufer

In Aragón trat der Fluss Huerva ebenso über die Ufer wie der Barranco de la Muerte, was in den Gemeinden Cuarte, Cadrete und María de Huerva erhebliche Schäden verursachte. Mehrere Autofahrer saßen in ihren Fahrzeugen fest und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Der Notruf 112 Aragón meldete allein in der Nacht fast 1.700 Anrufe und 126 Vorfälle.

Valencia und Castellón: Schulen geschlossen, Metro gestört

In der Region Valencia kam es zu Überschwemmungen, nachdem der Barranco de La Saleta in Aldaia (L’Horta Sud)überlief. Innerhalb von nur 35 Minuten fielen dort 57 Liter pro Quadratmeter. Dank neu installierter Hochwasserschutzbarrieren konnte eine Evakuierung verhindert werden, mehrere Straßen standen jedoch unter Wasser.

Auch in Castellón musste die Feuerwehr eingreifen: In Sant Jordi wurde eine Person aus einem überfluteten Auto gerettet. Nach Angaben der Meteorologen von Avamet fielen innerhalb von vier Stunden 99,4 l/m² in Cabanes, 85,4 in Suera und 78,2 in Tales.

Die Behörden haben den Schulunterricht in mehreren Orten ausgesetzt. Zudem fährt die Metrovalencia nur nach Samstagsfahrplan, die Linie 2 zwischen Santa Rita und Llíria bleibt gesperrt. Bei der Bahn kam es zu Verspätungen von bis zu 62 Minuten auf der AVE-Strecke Castellón–Madrid sowie von 33 Minuten beim Euromed Valencia–Barcelona.

Tarragona: Warnmeldungen auf Handys und Tornadogefahr

In Tarragona erhielten die Bewohner der Landkreise Montsià und Baix Ebre innerhalb von weniger als 24 Stunden zwei Es-Alert-Warnmeldungen direkt aufs Handy. Die Regionalregierung hat den gesamten Schulbetrieb in der Region eingestellt.

Die Protecció Civil warnte zudem vor Hagel, orkanartigen Böen und möglichen Tornados. Der Wetterdienst Meteocat stufte die Regenfälle im Gebiet Terres de l’Ebre als „sintflutartig“ ein – über 40 Millimeter in nur 30 Minuten. Die Ebro-Wasserbehörde (CHE) überwacht weiterhin die Entwicklung der Nebenflüsse Pixadors, Vinaixarop und Rocacorba.

Zivilschutz rät zu Vorsicht

Die Behörden rufen die Bevölkerung auf, unnötige Fahrten und Aktivitäten im Freien zu vermeiden, sich von Flussbetten und Schluchten fernzuhalten und im Notfall die 112 zu wählen.

Der spanische Wetterdienst Aemet hat bereits gewarnt, dass Montag und Dienstag die kritischsten Tage im Verlauf des Sturmtiefs Gabrielle sein werden. Eine Entspannung der Lage ist vorerst nicht in Sicht.


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