28 de September de 2025
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Unwetter in Spanien: Gabrielle bringt sintflutartige Regenfälle – Alarmstufe Rot in Valencia, Castellón und Tarragona

Credit Roxana do Carmo (Unsplash)

Redaktion Spanien Press

Der ehemalige Hurrikan Gabrielle, inzwischen zu einem außertropischen Tiefdruckgebiet abgeschwächt, sorgt seit Sonntag für extreme Regenfälle auf der Iberischen Halbinsel. Katalonien, Aragón, Navarra, La Rioja, die Region Valencia, Kastilien-La Mancha und Andalusien stehen unter Unwetterwarnung. Besonders kritisch ist die Lage in Valencia, Castellón und Tarragona, wo die Alarmstufe Rot ausgerufen wurde.

Nach Angaben der Aemet (Spanische Wetterbehörde) können die Niederschläge 30–40 Liter pro Quadratmeter in nur einer Stunde erreichen, mit möglichen Gesamtsummen von bis zu 250 Litern pro Quadratmeter bis Dienstag. Zusätzlich drohen Hagelschauer, Sturmböen und örtlich sogar Tornados.

Schutzmaßnahmen

  • Der spanische Zivilschutz verschickte Es-Alert-Nachrichten an Mobiltelefone in Tarragona, Castellón und Valencia. Darin wird die Bevölkerung aufgefordert, das Haus nicht zu verlassen, Flussläufe zu meiden und im Falle von Überschwemmungen höhere Stockwerke aufzusuchen.

  • In Valencia hat die Stadtverwaltung für Montag den Unterrichtsausfall angeordnet und Parks, Friedhöfe, Sportanlagen, Bibliotheken und soziale Zentren geschlossen.

  • Mehrere Gemeinden im Süden Tarragonas haben ihre Hochwasserpläne aktiviert und geplante Festveranstaltungen abgesagt.

Einsatzkräfte und Verkehr

  • Guardia Civil und die Militäreinheit für Notfalleinsätze (UME) stehen bereit, um im Ernstfall sofort eingreifen zu können.

  • Renfe und Aena warnen vor möglichen Störungen im Bahn- und Flugverkehr.

  • Auf den Straßen kam es bereits zu Sperrungen und Staus, insbesondere auf der N-340 und der AP-7.

Aktuelle Lage

  • Der Notruf 112 Katalonien meldete bis 18 Uhr 22 Anrufe wegen wetterbedingter Vorfälle im Süden der Region.

  • Im Naturpark Els Ports (Tarragona) fielen bereits über 50 Liter pro Quadratmeter.

  • Der katalanische Wetterdienst Meteocat rechnet im Ebrodelta mit über 200 Litern pro Quadratmeter in 24 Stunden.

Die Aemet warnt vor einer „potenziell gefährlichen Lage“. Die Behörden appellieren eindringlich an die Bevölkerung, nur offiziellen Anweisungen zu folgen und unnötige Fahrten zu vermeiden.


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