29 de Oktober de 2025
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Unwetter in Andalusien – Sintflutartige Regenfälle überfluten Sevilla und richten schwere Schäden in Huelva an

KI generiert

Redaktion Spanien Press 

Ein heftiges Unwetter trifft derzeit den Westen Andalusiens mit voller Wucht. Besonders betroffen sind die Provinzen Huelva und Sevilla, wo es seit den frühen Morgenstunden zu massiven Regenfällen, Überschwemmungen und hunderten Notrufen gekommen ist.

Huelva unter Wasser: Mann schwer verletzt, Wasserhose trifft Küstengebiet

In der Provinz Huelva hat die Aemet am Morgen die rote Wetterwarnung (extremes Risiko) ausgerufen. Innerhalb weniger Stunden sind mehr als 120 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.

Im Küstenort Isla Cristina hat eine Wasserhose (manga marina) Mauern zum Einsturz gebracht, Bäume entwurzelt und Straßen sowie Häuser überflutet. In Ayamonte und Villablanca sitzen mehrere Menschen in überfluteten Fahrzeugen fest.

In Gibraleón wurde ein 53-jähriger Mann schwer verletzt, nachdem ihm ein Sonnenschutzdach auf den Kopf gefallen ist. Er erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und musste von den Rettungskräften wiederbelebt werden.

Die Junta de Andalucía hat inzwischen die Stufe 1 des Notfallplans für Überschwemmungen (PERI) aktiviert.

Sevilla im Ausnahmezustand: Straßen überflutet, Unterricht abgesagt

Auch Sevilla steht am Nachmittag praktisch still. Laut Stadtverwaltung sind über 600 Zwischenfälle registriert worden – von überfluteten Straßen und blockiertem Verkehr bis hin zu eingestelltem Nahverkehr.

Der orangefarbene Wetteralarm bleibt bestehen, und die Stadt hat die lokale Notfallstufe 1 ausgerufen. Sämtliche städtische Sportanlagen sind geschlossen, und die Universität Sevilla (US) sowie die Universität Pablo de Olavide (UPO) haben alle Lehrveranstaltungen für heute ausgesetzt.

In Vierteln wie Triana, Los Remedios und Nervión versuchen Anwohner derzeit, Wasser aus ihren Wohnungen und Garagen zu pumpen.

Regierung ruft zur äußersten Vorsicht auf

Die Erste Vizepräsidentin der spanischen Regierung, María Jesús Montero, hat über X zur „maximalen Vorsicht angesichts der extremen Regenfälle in Westandalusien“ aufgerufen. Sie bittet die Bevölkerung, den Anweisungen von Schutz- und Rettungsdiensten zu folgen und unnötige Fahrten zu vermeiden.

Ungewisse Lage

Obwohl die rote Warnstufe in Huelva am Nachmittag auf Orange herabgestuft wurde, bleibt die Lage angespannt. Neue Regenschauer werden für den Abend erwartet, und viele Straßen bleiben unpassierbar.

Feuerwehr und Polizei arbeiten rund um die Uhr, um die zahlreichen Notrufe zu bewältigen. Das Unwetter zeigt einmal mehr, wie anfällig viele Städte Andalusiens für extreme Wetterereignisse geworden sind – ein Szenario, das sich in den letzten Jahren zunehmend wiederholt.

„Wir erleben eine außergewöhnliche Situation, die unsere Einsatzkräfte auf die Probe stellt“, sagte Antonio Sanz, Regionalminister für Präsidium, Inneres und Notfälle der Junta de Andalucía, am Nachmittag.

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