5 de Februar de 2026
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Vollständige Evakuierung von Grazalema wegen Unwetter „Leonardo“

Caption Credit Guardia Civil

Die andalusischen Behörden haben die vollständige Evakuierung der Gemeinde Grazalema in der Provinz Cádiz angeordnet. Grund sind die extremen Auswirkungen des Sturmtiefs Leonardo, das seit Tagen große Teile Südspaniens mit außergewöhnlich heftigen Regenfällen trifft.

Redaktion Spanien Press

Die Entscheidung wurde am vom Präsidenten der Regionalregierung Andalusiens, Juanma Moreno, bekannt gegeben. Er betonte, es handele sich um eine rein präventive Maßnahme, die auf technischen Bewertungen beruhe und einzig dem Schutz der Bevölkerung diene.

„Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat oberste Priorität. Diese Evakuierung ist vernünftig, notwendig und verantwortungsvoll“, erklärte Moreno.

Geordnete Evakuierung Haus für Haus

Nach Angaben der Guardia Civil erfolgt die Evakuierung abschnittsweise und Haus für Haus, um einen kontrollierten Ablauf zu gewährleisten. In Grazalema leben rund 1.600 Einwohner, für deren Abtransport alle verfügbaren Einsatzkräfte und Mittel mobilisiert wurden.

Die Behörden rufen die Bevölkerung zur Ruhe auf und betonen, dass die Maßnahme koordiniert und ohne Zeitdruck umgesetzt wird.

Außergewöhnliche Niederschlagsmengen

Grazalema gilt derzeit als Epizentrum des Unwetters in Andalusien. Innerhalb von nur 16 Stunden fiel dort so viel Regen wie normalerweise in einem ganzen Jahr in Madrid. Zwar hat die Intensität der Niederschläge zuletzt leicht nachgelassen, doch die Situation bleibt kritisch.

Der Boden ist vollständig gesättigt, die Aquifere überfüllt. In vielen Häusern tritt Wasser durch Wände, Böden und sogar Steckdosen aus. Fachleute warnen daher vor Hangrutschungen und strukturellen Schäden an Gebäuden.

Tausende Einsätze in Andalusien

Seit Beginn der Unwetterlage am 27. Januar wurden in Andalusien über 7.400 Zwischenfälle registriert, rund 43 Prozent davon im Zusammenhang mit Sturm „Leonardo“. Allein in den letzten 24 Stunden mussten mehr als 900 Menschenin der Sierra von Cádiz ihre Häuser verlassen.

Besonders betroffen ist auch Arcos de la Frontera, wo etwa 800 Einwohner aufgrund der historischen Hochwasserlage des Flusses Guadalete evakuiert wurden. Mehrere Gemeinden waren zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten, da Zufahrtsstraßen überflutet wurden.

Kritische Lage bleibt bestehen

Die Regionalregierung nutzt derzeit eine kurzfristige meteorologische Entspannungsphase, um die Evakuierung von Grazalema sicher durchführen zu können. Mehrere Stauseen in der Provinz Cádiz befinden sich weiterhin an der Belastungsgrenze.

Die Behörden schließen nicht aus, dass weitere Maßnahmen notwendig werden könnten, falls sich die Wetterlage erneut verschärft.

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