19. August 2026
Lesezeit 2 Minuten

Wetterumschwung in Spanien: Temperaturen fallen innerhalb von 24 Stunden um bis zu zehn Grad

Auch in Sevilla wird der deutliche Temperaturrückgang zu spüren sein.

Nach Tagen mit extremer Hitze steht Spanien ein deutlicher Wetterwechsel bevor. Eine kühlere Luftmasse lässt die Temperaturen ab Donnerstag in weiten Teilen des Landes sinken – regional um bis zu zehn Grad innerhalb eines einzigen Tages. Gleichzeitig warnt AEMET vor kräftigen Gewittern, Starkregen und gefährlichen Sturmböen.

Redaktion Spanien Press

Von extremer Sommerhitze zu deutlich angenehmeren Temperaturen innerhalb weniger Stunden: In Spanien kündigt sich ab Donnerstag ein markanter Wetterumschwung an.

Nach Angaben des spanischen Wetterdienstes AEMET überquert eine atmosphärische Tiefdruckrinne die Iberische Halbinsel. Gleichzeitig strömt deutlich kühlere Luft polarer Herkunft ins Land.

Die Folge ist ein nahezu landesweiter Temperaturrückgang. Besonders im Norden und Südosten Spaniens können die Höchstwerte innerhalb von nur 24 Stunden um sechs bis zehn Grad fallen.

Nach den außergewöhnlich hohen Temperaturen der vergangenen Tage dürfte die Abkühlung in vielen Regionen deutlich zu spüren sein.

Sevilla: Von 39 auf rund 31 Grad

Auch Andalusien bekommt den Wetterwechsel deutlich zu spüren.

Besonders markant dürfte die Abkühlung in Sevilla ausfallen. Nach Höchsttemperaturen von rund 39 Grad am Mittwoch werden am Donnerstag nur noch etwa 31 Grad erwartet – ein Unterschied von rund acht Grad innerhalb eines Tages.

In Granada sollen die Höchstwerte von 36 auf etwa 30 Grad sinken. Jaén fällt voraussichtlich von 35 auf 31 Grad, während in Córdoba statt 35 Grad nur noch rund 32 Grad erwartet werden.

Nach den extrem heißen Wochen bedeutet das zumindest vorübergehend eine deutliche Entlastung.

Im Norden teilweise zehn Grad weniger

Noch ausgeprägter fällt der Temperatursturz in Teilen Nordspaniens aus.

In León werden nach rund 33 Grad am Mittwoch am Donnerstag nur noch etwa 23 Grad erwartet – zehn Grad weniger innerhalb eines Tages.

Burgos fällt voraussichtlich von 35 auf 26 Grad.

Auch in Galicien ist der Unterschied deutlich. In Lugo sollen aus 30 Grad am Mittwoch rund 22 Grad am Donnerstag werden.

Im Baskenland sinken die Temperaturen ebenfalls. Für Vitoria-Gasteiz werden statt rund 30 Grad nur noch etwa 25 Grad erwartet.

Deutliche Abkühlung auch im Ebro-Tal

Auch im Umfeld des Ebro ist der Wetterwechsel bemerkenswert.

In Logroño könnten die Höchstwerte von 38 auf rund 31 Grad zurückgehen, in Pamplona von 34 auf 28 Grad.

Besonders auffällig ist die Entwicklung in Zaragoza.

Nach Temperaturen von etwa 43 Grad am Mittwoch sollen am Donnerstag noch rund 37 Grad erreicht werden. Am Freitag könnte die Höchsttemperatur weiter auf etwa 32 Grad fallen.

Innerhalb von zwei Tagen würde Zaragoza damit einen Temperaturunterschied von rund elf Grad erleben.

Auch Murcia und Albacete kühlen ab

Der Südosten der Halbinsel bleibt ebenfalls nicht von der Veränderung verschont.

In Murcia könnten die Höchstwerte von rund 42 auf 37 Grad fallen, in Albacete von 37 auf etwa 32 Grad.

Die Abkühlung bringt allerdings nicht überall ruhiges Sommerwetter.

Im Gegenteil.

AEMET warnt vor kräftigen Gewittern

Mit der kühleren Luft nimmt gleichzeitig die atmosphärische Instabilität zu.

AEMET rechnet insbesondere im Nordosten Spaniens mit Gewittern. Im Umfeld der Pyrenäen können die Niederschläge örtlich kräftig ausfallen und in Tälern sowie an Wasserläufen zu Überflutungen führen.

Noch problematischer könnte die Situation im Südosten werden.

Dort sind kräftige Gewitter mit sehr starken Windböen und sogenannten Downbursts möglich. Dabei handelt es sich um plötzlich auftretende, kräftige Fallwinde innerhalb einer Gewitterzelle, die am Boden erhebliche Windgeschwindigkeiten erreichen können.

Die Gewitter könnten sich auch auf die Balearen ausweiten.

Unbeständiges Wetter bis zum Wochenende

Der Donnerstag dürfte dabei nicht das Ende der Wetterveränderung sein.

Nach Angaben von AEMET wird sich am Wochenende westlich der Iberischen Halbinsel eine größere Tiefdruckrinne etablieren. Gleichzeitig zieht eine langsam wandernde Front über das Land.

Vor allem im Nordosten und Norden Spaniens bleibt die Atmosphäre dadurch instabil.

Im äußersten Norden könnten lokal starke und länger anhaltende Niederschläge sogar bis Montag, 24. August, auftreten.

Die Temperaturen dürften in weiten Teilen Spaniens vorübergehend leicht unter den für die Jahreszeit üblichen Werten liegen.

Nach Tagen mit teilweise mehr als 40 Grad steht Spanien damit innerhalb kürzester Zeit ein völlig anderes Wetterbild bevor:

deutlich niedrigere Temperaturen – aber gleichzeitig eine erhöhte Gefahr durch Gewitter, Starkregen und heftige Windböen.

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