Paco, Curro, Chus, Charo, Merche oder Chimo gehören zur ganz eigenen Welt der spanischen Vornamen. Wer mindestens 80 Prozent richtig zuordnet, kann von sich behaupten, Spanien wirklich gut zu kennen.
Redaktion Spain in Press
Wer Spanisch lernt, ist vermutlich schon einmal an etwas verzweifelt: den Kurzformen und Spitznamen spanischer Vornamen.
Dass Francisco zu Paco wird oder José zu Pepe, mag man irgendwann noch akzeptieren. Aber wie kommt man bitte von Jesús zu Chus oder von Dolores zu Lola?
In Spanien entwickeln Namen ein regelrechtes Eigenleben. Oft hat die Kurzform kaum noch Ähnlichkeit mit dem ursprünglichen Namen. Diese Tradition wird von Generation zu Generation weitergegeben und wirkt auf Ausländer häufig wie ein geheimer Code.
Wie viele kennen Sie?
Können Sie sagen, zu welchen Namen diese Kurzformen gehören?
Sito, Chus, Merche, Charo, Chimo, Paco, Pepe, Lola, Curro, Kiko, Quique, Lolo, Chema, Toño, Nacho, Tino, Nando, Luchi, Concha, Cuca, Lita, Puri, Pili, Mamen, Loles, Nines, Santi, Fina, Tere und Reme.
Nicht schummeln. Selbst viele Spanier würden nicht alle richtig zuordnen.
Und denken Sie daran: Wer mindestens 80 Prozent schafft, darf mit gutem Recht behaupten, Spanien ziemlich gut zu kennen.
Wie entstehen solche Kurzformen?
Einige dieser Spitznamen sind Jahrhunderte alt, andere haben sich einfach im familiären Sprachgebrauch entwickelt.
Besonders kurios sind einige sehr bekannte Beispiele. Paco stammt von Francisco, Pepe wird mit José verbunden, Lola entstand als Kurzform von Dolores, und Chimo oder Ximo ist vor allem in der Region Valencia eine traditionelle Form von Joaquín.
Hinzu kommen starke regionale Unterschiede. In Sevilla werden Männer mit dem Namen Francisco sehr häufig Curro gennant. Ein Francisco kann also je nach Familie und Region Paco, Fran, Kiko oder Curro heißen. Einfach machen es die Spanier den Ausländern wirklich nicht.
Für viele ist es fast genauso wichtig, diese Kurzformen zu kennen wie die eigentlichen Namen.
Die Lösungen
| Kurzform | Vollständiger Name |
|---|---|
| Sito | Luis, Luisito oder Lisardo, je nach Region |
| Chus | Jesús |
| Merche | Mercedes |
| Charo | Rosario |
| Chimo | Joaquín |
| Paco | Francisco |
| Pepe | José |
| Lola | Dolores |
| Curro | Francisco, besonders in Sevilla |
| Kiko | Francisco, Federico oder Enrique, je nach Familie |
| Quique | Enrique |
| Lolo | Manuel |
| Chema | José María |
| Toño | Antonio |
| Nacho | Ignacio |
| Tino | Agustín, Faustino, Constantino oder Celestino |
| Nando | Fernando |
| Luchi | Lucía oder Luz |
| Concha | Concepción |
| Cuca | Concepción, kann aber variieren |
| Lita | Adelita, Carmelita oder andere Namen, je nach Familie |
| Puri | Purificación |
| Pili | Pilar |
| Mamen | María del Carmen |
| Loles | Dolores |
| Nines | Encarnación |
| Santi | Santiago |
| Fina | Josefina oder Serafina |
| Tere | Teresa |
| Reme | Remedios |
Eine Sprache voller Überraschungen
Spanische Kurzformen und Spitznamen sind ein fester Bestandteil der Alltagskultur. Einige haben eine jahrhundertealte Geschichte, andere entstanden schlicht deshalb, weil sie sich in der Familie leichter aussprechen ließen.
Jetzt sind Sie an der Reihe: Wie viele haben Sie richtig erkannt?
Und zum Schluss noch eine Frage: Welche weiteren spanischen Kurzformen oder Spitznamen kennen Sie, die Ausländer verwirren könnten? Hinter vielen von ihnen steckt eine interessante Geschichte.

giri