7 de Mai de 2025
Lesezeit 1 Minute

Zu viele Autos auf den Balearen: Ibiza und Formentera beschränken die Zufahrt für Nicht-Residenten

Foto von Ciurusniuc Ioan Florin (Unsplash)

Die Balearen stoßen an ihre Grenzen. Auf Mallorca, der größten Insel des spanischen Archipels, sind laut einer offiziellen Studie über 120.000 Fahrzeuge mehr unterwegs, als die Insel eigentlich verträgt. Die Verkehrsprobleme betreffen nicht nur Touristinnen und Touristen, sondern vor allem Einheimische, die täglich stundenlange Staus auf dem Weg nach Palma in Kauf nehmen müssen.

Der Consell de Mallorca, die Inselregierung, prüft deshalb eine Begrenzung für Fahrzeuge, die nicht auf der Insel zugelassen sind. Im Gespräch ist auch eine Abgabe, wie sie Formentera bereits seit 2019 erhebt. Dort ist die Zahl der Autos streng limitiert – wer dennoch mit dem eigenen Fahrzeug auf die Insel möchte, muss eine feste Gebühr zahlen, unabhängig von der Aufenthaltsdauer. Das Ergebnis: Die Gäste bleiben tendenziell länger und planen ihre Aktivitäten besser – was den Verkehr deutlich entlastet hat.

Auch Ibiza reagiert auf den Verkehrsinfarkt.
Die Insel wird ab dem 1. Juni 2025 bis Ende September erstmals die Zahl der nicht-residenten Fahrzeuge begrenzen: Nur 20.000 zusätzliche Fahrzeuge dürfen in dieser Zeit auf die Insel, zuzüglich derer mit Wohnsitz auf Ibiza. Diese Maßnahme wurde von Umweltorganisationen und lokalen Initiativen begrüßt.

Und Menorca?
Dort wächst die Frustration. Obwohl Menorca offiziell als Biosphärenreservat anerkannt ist, fehlt bislang ein konkreter Plan zur Verkehrsregulierung. Naturschützer kritisieren, dass die Insel im Sommer eine 30-prozentige Überlastungverzeichne – schlimmer noch als Formentera vor der Einführung seiner Maßnahmen. Besonders betroffen seien Naturparadiese wie der Leuchtturm von Fàvaritx oder abgelegene Strände, die durch zu viele Autos massiv unter Druck stehen.

Ende April gingen Bürgerinnen und Bürger in Mahón auf die Straße, um von der Inselregierung Maßnahmen zu fordern. Doch der zuständige Inselrat kündigte lediglich an, neue Studien durchführen zu wollen – konkrete Regelungen wird es vor Sommer 2026 nicht geben.

Fazit: Während Formentera und Ibiza bereits handeln, bleibt Menorca vorerst im Wartestand. Der Tourismusboom bringt dringend nötige Einnahmen – aber auch enorme Herausforderungen für Umwelt, Verkehr und Lebensqualität.


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