Nach dem schweren doppelten Eisenbahnunglück in Adamuz setzen die Behörden ihre Ermittlungen zur Unfallursache fort. Nach dem aktuellen offiziellen Stand sind 43 Menschen ums Leben gekommen, 42 der Opfer konnten bereits identifiziert werden. Die Untersuchungen sind weiterhin offen, belastbare Ergebnisse liegen bislang nicht vor
Redaktion Spanien Press
Parallel zu den Ermittlungen dauern die technischen Aufräumarbeiten entlang der betroffenen Bahnstrecke an. Einsatzkräfte und Spezialteams des Infrastrukturbetreibers Adif sind weiterhin vor Ort im Einsatz. Der letzte entgleiste Waggon des Iryo-Zuges wurde inzwischen geborgen, einzelne Streckenabschnitte bleiben jedoch gesperrt.
Opferbilanz nach aktuellem Stand
Nach Angaben der zuständigen Stellen befanden sich 28 der Todesopfer im Alvia-Zug. Sechs Opfer wurden im Bereich der Gleise geborgen, sechs weitere im Iryo-Zug. Drei Leichen wurden zwischen den beiden Unfallstellen aufgefunden. Die genaue Abfolge der Ereignisse wird derzeit rekonstruiert.
Ermittlungen laufen weiter
Die Untersuchungen konzentrieren sich unter anderem auf technische Abläufe, Signal- und Sicherungssysteme sowie betriebliche Prozesse. Auch mögliche externe Faktoren werden geprüft. Die Behörden betonen, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine voreiligen Schlussfolgerungen gezogen werden.
In den vergangenen Tagen reisten mehrere hochrangige politische Vertreter an den Unglücksort, darunter Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez, der Präsident der Junta de Andalucía Juan Manuel Moreno sowie Verkehrsminister Óscar Puente. Auch das spanische Königspaar bekundete seine Anteilnahme.
Für Adamuz und die betroffenen Familien steht nun die vollständige Aufklärung im Mittelpunkt. Wann erste gesicherte Erkenntnisse zur Unfallursache vorliegen, ist derzeit noch unklar.
