Von der Redaktion · Spanien Press · 15. April 2025
Der Ministerrat hat ein neues Königliches Dekret verabschiedet, das einen Wendepunkt in der Ernährung an spanischen Schulen markiert. Ab dem kommenden Schuljahr ist der Verkauf von industriell gefertigtem Gebäck, gezuckerten Erfrischungsgetränken und Energydrinks in allen Bildungseinrichtungen – sowohl in Grund- als auch weiterführenden Schulen – verboten. Ziel ist es, der Kinderfettleibigkeit entgegenzuwirken und gesunde Lebensgewohnheiten von klein auf zu fördern.
Gesündere und bewusstere Ernährung
Neben dem Verbot stark verarbeiteter Produkte und zuckerhaltiger Getränke verpflichtet das Dekret die Schulkantinen dazu, dass mindestens 45 % der angebotenen Obst- und Gemüsesorten saisonal sein müssen. Damit soll nicht nur der Konsum frischer Lebensmittel gefördert, sondern auch die lokale und nachhaltige Landwirtschaft gestärkt werden.
Auch frittierte Speisen werden eingeschränkt. Stattdessen sollen gesündere Zubereitungsmethoden wie Dampfgaren, Backen oder Grillen Vorrang erhalten. Verkaufsautomaten, in denen bisher salzige Snacks und Schokoriegel dominierten, müssen ebenfalls angepasst werden.
Spanien ist nicht allein: Frankreich hat bereits den Zuckergehalt in Schulmenüs begrenzt, während Großbritannien und Chile die Werbung für ungesunde Lebensmittel, die sich an Kinder richtet, gesetzlich eingeschränkt haben. Das neue spanische Dekret steht im Einklang mit den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie mit den Zielen der Europäischen Union in Sachen Nachhaltigkeit und öffentlicher Gesundheit.
