Redaktion Spanien Press
Der spanische Immobilienmarkt hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Abseits der traditionellen Hotspots wie Madrid oder Katalonien sind es nun Melilla, Andalusien und Murcia, die beim Anstieg der Immobilienpreise seit 2022 an der Spitze stehen. Was einst als vorübergehender Effekt nach der Pandemie erschien, hat sich inzwischen zu einem anhaltenden Aufwärtstrend entwickelt, der 2025 historische Ausmaße erreicht.
Laut den neuesten Daten des INE (Instituto Nacional de Estadística) verzeichnen diese drei Regionen jährliche Preissteigerungen von bis zu 14 %. Doch das wirklich Bemerkenswerte ist nicht nur der aktuelle Wert, sondern die akkumulierte Entwicklung: Seit drei Jahren steigen die Preise dort stetig – befeuert durch Investoreninteresse, den Boom im Ferienimmobiliensektor und ein Angebot an Neubauten, das deutlich hinter der Nachfrage zurückbleibt.
Im Jahr 2024 wurden in Spanien über 640.000 Immobilienverkäufe registriert – ein Wert, der zuletzt im Jahr 2007 erreicht wurde. Trotz dieses hohen Niveaus warnen Bauträger zunehmend vor den Folgen: Sollte der Preisanstieg anhalten, könnten viele potenzielle Käufer vom Markt ausgeschlossen werden, was die Bautätigkeit bremsen und die Branche unter Druck setzen würde.
„Wir erleben nun schon das dritte Jahr mit durchgehenden Preisanstiegen. Wenn das so weitergeht, bleibt ein großer Teil der Bevölkerung außen vor“, warnen Branchenexperten.
Sowohl Neubauten (+12,2 %) als auch Bestandsimmobilien (+12,3 %) verzeichnen Preiszuwächse, wie man sie seit 2007 nicht mehr gesehen hat. Was zunächst wie ein Nachholeffekt nach COVID-19 wirkte, hat sich längst zu einer neuen Phase anhaltender Preissteigerungen entwickelt – und verändert die Immobilienlandkarte Spaniens grundlegend.
